Holzhaus während des Baus in ländlicher Umgebung

Jetzt bauen oder warten: Lohnt sich ein Hausbau 2022?

Von Clara Flemming Am 5. April 2022

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Sie wollen Ihr eigenes Haus bauen? Dann stellen Sie sich sicher die Frage: Jetzt bauen oder warten? 2022 müssen Sie zwar höhere Preise für Neubauten zahlen, aufgrund gestiegener Kosten für Materialien als auch für Fachkräfte und dennoch lohnt sich ein Hausbau in diesem Jahr. Hier erklären wir Ihnen, warum Bauen jetzt teurer geworden ist, und geben Ihnen gute Argumente, einen Hausbau zeitnah anzugehen.

Warum ist der Hausbau 2022 teurer geworden?

Während der Corona-Pandemie stieg im Frühjahr 2021 zunächst der Preis für Bauholz stark an. Inzwischen sind fast alle Materialien für den Hausbau teurer geworden. Das gilt für den Baustahl, aber auch für Bitumen, Beton und Dämmstoffe. So sind die Preissteigerungen bei Beton und Stahl vor allem den hohen Preisen für Diesel und Energie geschuldet. Die Herstellung von Zement kostet Energie, auch der Transport der Baumaterialien ist wesentlich teurer geworden.

Ein Grund für die Preissteigerung ist die hohe Nachfrage. Engpässe bei den Lieferungen führten zu Verzögerungen auf Baustellen. Ist das Material knapp, steigen die Preise. Gleichzeitig steigen auch die Kosten für die Löhne der Handwerker auf dem Bau. Durch den Mangel an Fachkräften im Baugewerbe kommt es immer häufiger zu langen Wartezeiten. All das wirkt sich negativ auf die Baukosten im Eigenheimbau aus.

Niedrige Zinsen und hohe Nachfrage

Die Zinsen für Kredite sind seit Jahren niedrig. Daher ist die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden hoch. Statt weiter Miete zu zahlen, entscheiden sich immer mehr Menschen dazu, eine Eigentumswohnung zu kaufen oder ein Eigenheim zu bauen. Das treibt die Nachfrage in die Höhe, zumal es für das Ersparte auf dem Konto immer weniger an Zinsen gibt. Daher steigen schon seit Jahren die Preise für Immobilien. Wenn Sie Ihre Immobilie vermieten, können Sie den höheren Preis auf die Miete umlegen.

Förderungen fallen weg

Anfang des Jahres 2022 änderte die Bundesregierung die Förderung für energieeffiziente Gebäude. Daher konnten Anträge für eine Förderung nach KfW-55-Standard nur noch bis Ende Januar gestellt werden. Künftig sollen vorrangig Sanierungen und besonders effiziente Häuser gefördert werden, um so viel CO2 wie möglich einzusparen. Wer als Bauherr mit der Förderung gerechnet hat, wurde davon ebenso unangenehm überrascht, wie das gesamte Baugewerbe. Im April 2021 ist zudem eine weitere Förderungen für Familien, das Baukindergeld ausgelaufen.

Ukraine-Krieg - Risiko weiter steigender Preise

Weil Russland in der Ukraine Krieg führt, steigen auch dadurch die Preise für Rohstoffe. Das gilt nicht nur für Gas und Öl, sondern auch für andere Materialien, die für den Hausbau benötigt werden. Zudem ist im gesamten Euroraum ein inflationärer Anstieg an Preisen zu verzeichnen. Je weiter sich die Konjunktur nach der Covid-Pandemie erholte, desto stärker stiegen die Energie- und Rohstoffpreise. Nach dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine stiegen sie damit fast ins Unermessliche - und alle, die auf Sprit an den Tankstellen angewiesen waren, müssen die Preise akzeptieren. Gleiches gilt für die Verbraucher der Baubranche, die die Kostensteigerungen hinnehmen müssen. Die Baufirmen haben keine andere Wahl, als die höhere Kosten an die Käufer weiterzugeben, wodurch sich die Preise für den Hausbau 2022 verteuern. Teilweise bis zu 30 Prozent mehr, müssen Baufamilien nun für ein Eigenheim investieren.

Sollte man jetzt ein Haus bauen oder noch warten?

Viele Experten als auch wir als das führende Hausbauportal gehen davon aus, dass auch künftig die Preise für Neubauten kaum sinken werden. Es gibt immer weniger fachlich qualifizierte Handwerker - und die, die es gibt, können entsprechende Löhne erwarten. Andernfalls wandern sie aus dem Baugewerbe in die Bereiche ab, in denen höhere Löhne gezahlt werden. Hinzu kommen die gestiegenen Materialkosten. Mittlerweile haben diese sich zwar größtenteils eingependelt, jedoch auf einem Niveau, das teilweise weit über dem von vor der Pandemie liegt. Damit werden die Hauspreise nicht wieder günstiger, sondern tendenziell eher weiter steigen. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Haus zu bauen und Ihnen die nötigen Mittel zur Verfügung stehen, können wir Ihnen raten, den Bau jetzt zu beginnen, anstatt zu warten.

Jetzt Bauverträge mit Festpreis sichern

Im Bauvertrag sind sämtliche Bauleistungen, Fristen und andere Punkte des geplanten Bauvorhabens festgehalten. Wer einen Hausbau 2022 plant, weiß, dass dieser eine Menge Geld kosten wird. Dafür stellt die Immobilie einen reellen Gegenwert dar. Haben Sie einen Bauvertrag mit Festpreis vereinbart, muss das mit der Errichtung des Eigenheimes beauftragte Bauunternehmen den Bau auch zu diesem Preis ausführen. Steigen in der Zwischenzeit die Preise für Baustoffe, können Sie sich entspannt zurücklehnen. Allerdings sind auch Festpreise nach einer vereinbarten Zeit nicht mehr gültig. Daher sollte Ihr Bauvorhaben schnell begonnen und zügig beendet werden.

Hinweis: Die meisten Baufirmen in unserem Hausbauportal bieten Ihnen Häuser zu Festpreisen an.

Wird Bauen nochmal günstiger?

Das ist eher nicht zu erwarten. Dabei ist es ganz gleich, ob die Corona-Pandemie bald vollständig überstanden ist oder wie lange der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Knappheit an Rohstoffen und Preissteigerung andauert. Auf mittlere bis längere Sicht lässt sich sagen, dass die Preise für Baumaterialien eher auf einem hohen Niveau bleiben werden. Und damit wird auch das Bauen insgesamt nicht wieder günstiger, zumal auch die Handwerker auf dem Bau eine nur knapp verfügbare Ressource darstellen. Steigen noch dazu die Zinsen, wird der Bau eines Hauses zunehmend kostspieliger.

Unsere Empfehlung für Sie lautet daher: Verlassen Sie sich nicht auf eine Senkung der Preise, sondern sicher Sie sich zeitnah ein Hausangebot mit Festpreisgarantie. So gehen Sie zukünftigen Preissteigerungen aus dem Weg und bauen sich eine beständige Wertanlage, die gleichzeitig den Mittelpunkt Ihres Lebens bildet.

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