Niedrigenergiehaus

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Was ist ein Niedrigenergiehaus?

Der Energieverbrauch macht bei den Nebenkosten in einem Haus einen sehr hohen Betrag aus. Mit dem Bau eines solchen Sparhauses lassen sich diese Kosten dauerhaft senken. Dafür sorgt in erster Linie eine ideale Wärmedämmung, die sowohl die Außenwände als auch das Dach bieten. Ein Haus wird dann als ein Niedrigenergiehaus bezeichnet, wenn die Werte des Energieverbrauchs die zulässigen Werte deutlich unterschreiten. Eine direkte Norm gibt es nicht. Das Niedrigenergiehaus sollte jedoch nicht mit dem Passivhaus verwechselt werden. Hier gibt es deutliche Unterschiede.

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Die Definition von Niedrigenergiehäusern

Da es in Deutschland und Österreich keine spezielle Norm gibt, die Niedrigenergiehäuser beschreibt, ist die Definition relativ einfach gehalten. In einer klassischen Erklärung wird ein Niedrigenergiehaus als ein Haus bezeichnet, dessen Wärmedämmung für einen deutlich verringerten Verbrauch an Energie sorgt. Auch ein sanierter Altbau kann diese Vorgaben erfüllen. Eine hervorragende Wärmedämmung ist hier durch die richtige Lüftung möglich. So kann eine kontrollierte Lüftung für eine Wärmerückgewinnung in Höhe von bis zu 80% sorgen. Auch ein Blick auf die u-Werte kann sich lohnen. Idealerweise liegt der u-Wert für die Außenwände bei höchstens 0,2 W/(qmK). Die ideale Dicke der Dämmung liegt zwischen 20 - 40 cm. Für den Fensterbereich werden Fenster aus Wärmeschutzglas gewählt.

Seit 2016 gilt durch die Energiesparverordnung EnEV eine Beschränkung für Niedrigenergiehäuser. Die Mindestvoraussetzung für einen Neubau ist 25% niedriger als das sogenannte Referenzhaus und somit knapp unter dem Niveau des KfW 70 Effizienzhauses. Wer noch energieeffizienter leben möchte, der kann sich hier auch über 3 Liter-Häuser informieren. 

Was sind die Vorteile eines Energiesparhauses?

Um den Energieverbrauch niedrig zu halten ist eine verwinkelte Bauweise nicht empfehlenswert. Das heißt, Niedrigenergiehäuser haben eine kompakte Gebäudeform, wie sie häufig bei Kubushäusern oder Häusern im Bauhausstil vorzufinden ist. Damit bieten sie die Möglichkeit, die Stellflächen besonders auszunutzen. Es wird kein Platz verschenkt. Zudem gibt es weitere Vorteile:

  • Kompakte Bauweise

  • Kostensenkung dank energieeffizienter Haustechnik

  • Heizung muss erst im späten Herbst angeworfen werden

  • Optimale Be- und Entlüftung

  • Umweltschonend

Eine hervorragende Wärmedämmung sowie die Nutzung von alternativen Energien mit einer speziellen Haustechnik haben natürlich ihren Preis. Die Kosten für den Bau oder den Kauf von einem Niedrigenergiehaus sind daher höher als der Preis für ein klassisches Haus nach der gesetzlichen Norm. Diese erhöhten Kosten werden aber durch den geringen Energieverbrauch auf die Dauer wieder ausgeglichen.

Wer keine Vorstellung davon hat, wie Niedrigenergiehäuser aussehen können, der kann das Häusersuchtool nutzen und sich hier einige Beispiele anzeigen lassen. Hier finden Sie eine große Auswahl an Häusern unter anderem mit TerrasseEinliegerwohnung und Wintergarten

Passivhaus oder Niedrigenergiehaus?

Bei einer kostenfreien Beratung mit dem Anbieter werden Interessierte womöglich mit der Frage überrascht, ob sie nicht direkt ein Passivhaus bauen möchten. Der Grund dafür ist, dass häufig mit einer Verschärfung der Vorgaben durch die EnEV zu rechnen ist. Es gibt einige Unterschiede, die ein Passivhaus zu einem Niedrigenergiehaus aufweist:

  • bis zu 80% Ersparnis bei der Heizenergie gegenüber einem Niedrigenergiehaus

  • Finanzielle Unterstützung durch die Kommunen

  • Heizung nur bedingt notwendig

  • Dreifach verglaste Fenster

  • Heizwärmebedarf pro Jahr unter 15 kWh/m2

  • Wärmerückgewinnung: 75% von der Abluftwärme

  • Solarthermie für die Brauchwassererwärmung 

  • Ausrichtung des Baus nach der Wanderung der Sonne

All diese Vorteile bringen aber ebenfalls noch einmal erhöhte Kosten mit sich. Grundsätzlich ist die Entscheidung für ein Niedrigenergiehaus, in Bezug auf die Nebenkosten sowie die Umwelt, sehr gut. Allerdings weisen die meisten modern errichteteten Fertighäuser bereits bessere Energiespareigenschaften auf als Niedrigenergiehäuser.

Die Grafik verdeutlicht, wie sich die Verwendung verschiedener Energielieferanten in den vergangenen Jahren verändert hat. Bei neu gebauten Ein- und Zweifamilienhäusern geht der Trend klar zur Umweltthermie.