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Mehrfamilienhaus bauen: Kosten und Preise

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Erfahren Sie hier alles Wichtige rund um das Thema Baukosten beim Mehrfamilienhaus und lernen Sie passende zertifizierte Baufirmen kennen.
Dr. Aviva Köberlein
Aktualisiert am 9. Juni 2026

Ob als Mietobjekt oder Mehrgenerationenhaus, ein Mehrfamilienhaus zu bauen, stellt eine langfristig rentable Kapitalanlage dar, die natürlich von Anfang an wohl durchdacht sein sollte. Da der Hausbau generell eine der entscheidendsten Investitionen Ihres Lebens bedeutet, möchten wir Ihnen im Folgenden Kosten und Preise im Detail erläutern. Wir gehen auf gegenwärtige Preis-Entwicklungen und Baukosten für ein Mehrfamilienhaus ein, damit Sie Angebote optimal abwägen können. Nicht zuletzt beleuchten wir Möglichkeiten zur Förderung und steuerlichen Absetzbarkeit der Kosten für ein Mehrfamilienhaus.

Zusätzlich finden Sie bei uns einen kostenlosen Baukostenrechner für Ihr Mehrfamilienhaus. Mit diesen Informationen als Grundlage wollen wir es Ihnen ermöglichen, die ideale Immobilie und den perfekten Baupartner für Ihre individuellen Ansprüche und Voraussetzungen zu finden.

Dr. Aviva Köberlein
Aktualisiert am 9. Juni 2026

Kosten Mehrfamilienhaus: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Mittlerer Wert beim schlüsselfertigen Preis pro qm: rund 2.450–2.950 € (standardisierte Ausstattung) bis 4.100–4.800 € (gehobene/Architekten-Anbieter) – eigene Portfolio-Daten 04/2026

  • Planungsbasis für einen Standardbau: rund 3.000 €/qm

  • Gesamtpreis Zentralwert (schlüsselfertig): rund 1,19 Mio. € (abhängig von Wohnungsanzahl, -ausstattung & -größe)

  • Förderung: Bis zu 150.000 € KfW-Kredit pro Wohnung

  • Steuer-Vorteil: 3% AfA + 5% Sonder-AfA jährlich

  • Rendite: Amortisation nach 15 - 25 Jahren

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Baukosten Mehrfamilienhaus - Was zählt dazu?

Mit welchen Baukosten bei einem Mehrfamilienhaus Sie rechnen sollten, hängt zunächst von der Anzahl der Wohnungen und damit von der Gesamtfläche und den Wohnflächen der einzelnen Wohneinheiten Ihrer Vermietungsimmobilie ab, aber auch die Qualität der Ausstattung spielt eine entscheidende Rolle. Zwar steigen mit einem hochwertigeren Innenausbau die Kosten eines Mehrfamilienhauses, allerdings lassen sich dementsprechend auch zeitnah höhere Mieteinnahmen und damit Rendite erwirtschaften – es lohnt sich also durchaus, wenn Sie ein Mehrfamilienhaus bauen, Preise unter diesem Gesichtspunkt gegenüberzustellen.

Weitere Einflussgrößen im Hinblick auf Mehrfamilienhaus-Kosten:

  • Haustyp und Baustil
  • Dachform
  • Grundrissgestaltung
  • Bauregion
  • Energieeffizienz
  • Sonderwünsche (z.B. Balkone)
  • Ausbaustufe

Massiv- und Fertigbau decken jeweils eine breite Preisspanne ab; für eine belastbare Aussage, welche Bauweise beim Mehrfamilienhaus im Schnitt günstiger ist, ist die Zahl vergleichbarer Angebote derzeit zu klein*. Bei Einfamilienhäusern, wo deutlich mehr Daten vorliegen, liegen Massivhäuser im Median dagegen rund 11 Prozent günstiger – mehr dazu in unserem Preisvergleich Massiv- vs. Fertighaus.

Als Planungsbasis bei standardisierter Ausführung fallen beim Mehrfamilienhaus Baukosten von rund 3.000 Euro pro Quadratmeter an. Bei einer Gesamtwohnfläche von 550 Quadratmetern – etwa ein Mehrfamilienhaus mit 6 Wohnungen – sind damit rund 1.650.000 Euro für das Gebäude zu erwarten. Statistisch reichen die schlüsselfertigen Angebotspreise für Mehrfamilienhäuser derzeit allerdings von rund 2.300 bis 5.800 Euro pro Quadratmeter: Einfachere Ausführungen beginnen bei etwa 2.300 bis 2.900 Euro, gehobene und Architekten-Angebote liegen bei rund 4.000 Euro und mehr – ins Gewicht fallen hierbei Ausstattung, Wohnungszuschnitt und Anbieter.

Hinzu addieren müssen Sie außerdem die Kosten für das Grundstück, die Außenanlage, Keller oder Bodenplatte und Baunebenkosten.

* Zur Analyse vorliegende Daten mit Stand April 2026: Angebotspreise für 36 schlüsselfertige Mehrfamilienhäuser von 10 Anbietern, davon 30 in Fertig- und 6 in Massivbauweise. Die Fertighaus-Angebote streuen über den gesamten Korridor mit Schwerpunkt im gehobenen und Luxus-Bereich; die wenigen Massivhaus-Angebote liegen im günstigen bis mittelpreisigen Bereich. Wegen der kleinen Massiv-Stichprobe lässt sich daraus kein belastbarer Preisvergleich für Mehrfamilienhäuser in Bezug auf die Bauweise ableiten.

Unser Tipp:

Fordern Sie mindestens drei Angebote verschiedener Baufirmen an und vergleichen Sie konkrete Leistungen, um die Kosten beim Bau Ihres Mehrfamilienhauses in Relation zum potentiellen Mietgewinn so wirtschaftlich wie möglich zu halten.

Grundsätzlich lohnt es sich, einen Haushersteller mit Full-Service-Angebot zu beauftragen, um den gesamten Bau inklusive aller koordinativen und administrativen Aufgaben aus einer Hand zu erhalten. Denn perspektivisch sparen Sie so bei den Baukosten eines Mehrfamilienhauses, da Verzögerungen größtmöglich ausgeschlossen und, wie generell bei einem Mehrfamilienhaus als Fertighaus, Preise garantiert eingehalten werden.

Mehrfamilienhaus-Kosten nach Gebäudegröße: Beispielrechnungen

Die Tabelle zeigt beispielhaft die Gesamtkosten für den schlüsselfertigen Bau eines Mehrfamilienhauses abhängig von der Größe. Der Grundstückswert von rund 284 Euro/qm ist der aktuelle deutsche Durchschnitt für baureife Wohnbaufläche laut Statistischem Bundesamt.

Beachten Sie, dass zu den Gesamtkosten noch weitere Ausgaben für die Außenanlage inklusive Stellplätze hinzukommen.

Tabelle: Gesamtkosten für Neubau von Mehrfamilienhäusern nach Wohnungsanzahl
Haus-Typ Wohnfläche (80 m² / Einheit) Hauspreis (3.000 €/m²) + Baunebenkosten (20 % Bausumme) + Außenanlagen (10 % Bausumme) + Grundstück (284 €/m²) + Nutzkeller (1.000 € /m²) Gesamtkosten
3-Familienhaus 240 m² 720.000 € 144.000 € 72.000 € 198.800 € 100.000 € 1.234.800 €
4-Familienhaus 320 m² 960.000 € 192.000 € 96.000 € 241.400 € 160.000 € 1.649.400 €
6-Familienhaus 480 m² 1.440.000 € 288.000 € 144.000 € 312.400 € 180.000 € 2.364.400 €
8-Familienhaus 640 m² 1.920.000 € 384.000 € 192.000 € 397.600 € 200.000 € 3.093.600 €
10-Familienhaus 800 m² 2.400.000 € 480.000 € 240.000 € 482.800 € 200.000 € 3.802.800 €
12-Familienhaus 960 m² 2.880.000 € 576.000 € 288.000 € 568.000 € 250.000 € 4.562.000 €

Was kostet ein Mehrfamilienhaus aktuell?

Angebot aus dem Premium-Segment: Mehrfamilienhaus von Bau-Fritz in Fertigbauweise im Kubusstil mit 7 Wohneinheiten und Fokus auf viel Privatsphäre in den Außenbereichen.
Angebot aus dem Premium-Segment: Mehrfamilienhaus von Bau-Fritz in Fertigbauweise im Kubusstil mit 7 Wohneinheiten und Fokus auf viel Privatsphäre in den Außenbereichen.

Was die aktuellen Angebotspreise zeigen: Eine Auswertung der auf Fertighaus.de gelisteten Mehrfamilienhäuser (36 schlüsselfertige Angebote von 10 Anbietern, Stand April 2026) zeigt im statistischen Zentralwert eine breite Spanne von rund 2.300 bis 5.800 Euro pro Quadratmeter.

Die Angebote teilen sich in zwei Gruppen: ein Standard-Segment mit rund 2.450 bis 2.950 Euro pro Quadratmeter als mittlerem Wert und eine gehobene Architekten-Sparte (etwa Bau-Fritz, KAMPA, FischerHaus) mit rund 4.100 bis 4.800 Euro pro Quadratmeter als Median.

Ein einzelner Durchschnitt oder Zentralwert ist bei dieser Zweiteilung wenig aussagekräftig, da die preisliche Mitte in der vorliegenden Auswahl an Listenpreisen eher dünn besetzt ist und drei Premium-Anbieter mehr als die Hälfte der Angebote stellen – entscheidend sind dagegen Ausstattung, Wohnungszuschnitt und Anbieter.

Tabelle: Standard vs. Premium-Segment - Aktuelle Preisspannen für Mehrfamilienhäuser
Segment €/qm (schlüsselfertig) Beispiel-Anbieter
Standard rund 2.450–2.950 LEHNER, Favorit Massivhaus, Living Fertighaus
Gehoben / Architekt rund 4.100–4.800 FischerHaus, KAMPA, Bau-Fritz

Im Vergleich zum Einfamilienhaus (Median rund 2.700 Euro pro Quadratmeter) liegt das Standard-Segment etwa auf gleichem Niveau; die gehobenen Mehrfamilienhaus-Angebote liegen deutlich darüber. Maßgeblich für den Quadratmeterpreis ist also weniger die Wohnform an sich als die Ausstattung.

Quellen & Methodik

Quelle: eigene Datenauswertung Fertighaus.de, 36 schlüsselfertige Mehrfamilienhaus-Angebote von 10 Anbietern, Stand April 2026. Wegen der zweigeteilten Preisstruktur werden Spannen statt eines Einzeldurchschnitts ausgewiesen.

Ausführliche Informationen zu Baupreisen und Materialkosten lesen Sie in unseren Artikeln:

Welche Mehrfamilienhaus-Kosten sind steuerlich absetzbar?

Wenn Sie ein Mehrfamilienhaus bauen, können Sie die Kosten bei späterer Vermietung teilweise steuerlich veranschlagen. Unter anderem sind die Notargebühren, die Aufwendungen für den Eintrag in das Grundbuch und die Grunderwerbsteuer, eventuell anfallende Maklergebühren sowie Begutachtungskosten steuerlich absetzbar.

Lineare Absetzung von Mehrfamilienhaus-Kosten

Weiterer Vorteil: Die eigentlichen Baukosten eines vermieteten Mehrfamilienhauses können Sie über den Zeitraum mehrerer Jahre in der Steuererklärung abschreiben (§ 7 Abs. 4 EStG). Diese sogenannte lineare Absetzung für Abnutzung, kurz AfA, beträgt für zur Vermietung genutzte Mehrfamilienhäuser bei Fertigstellung seit 2023 jährlich 3 % der Baukosten. Allerdings sind alle unter Werbungskosten fallenden Ausgaben nicht absetzbar, da sie laut Einkommenssteuergesetz der Sicherung Ihrer Mieteinnahmen dienen und nicht als zusätzliche Baukosten Ihres Mehrfamilienhauses angerechnet werden können.

Kosten beim Mehrfamilienhaus-Bauen: Sonderabschreibung

Laut § 7b des Einkommensteuergesetzes können Sie zusätzlich zur linearen AfA vier Jahre lang jeweils maximal 5 % der Baukosten für ein Mehrfamilienhaus als Sonderabschreibung geltend machen – Bemessungsobergrenze sind 5.200 Euro als Baukosten für Ihr Mehrfamilienhaus pro Quadratmeter. Voraussetzung: Bauantrag bzw. Bauanzeige werden bis zum 1. Oktober 2029 durchgeführt und es handelt sich um ein Effizienzhaus 40 mit Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude, dessen Wohnungen für mindestens 10 Jahre vermietet werden.

Neubau Mehrfamilienhaus: Kosten mit degressiver AfA senken

Mit dem Wachstumschancengesetz, das im März 2024 in Kraft getreten ist, können Eigentümer eines neu gebauten Mehrfamilienhauses, dessen Wohnungen zur Vermietung bestimmt sind, die Baukosten über eine befristete degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) schneller steuerlich geltend machen.

Die degressive AfA gilt für Wohngebäude mit Baubeginn zwischen dem 1. Oktober 2023 und dem 30. September 2029. Wer in diesem Zeitraum mit dem Neubau beginnt, kann die erhöhte Abschreibung weiterhin nutzen.

Im Detail bedeutet die degressive Abschreibung:

  • Abschreibung von 5 % der Baukosten Ihres Mehrfamilienhauses im ersten Jahr, in den darauffolgenden Jahren jeweils 5 % des Restwertes
  • Wechsel zur linearen AfA erlaubt
  • Keine Baukostenobergrenze für die degressive AfA
  • Für die degressive AfA selbst ist kein bestimmter Energiestandard vorgeschrieben
  • Kombinierbar mit der Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau (§ 7b EStG): zusätzlich bis zu 5 % pro Jahr über vier Jahre. Nach den derzeitigen Regelungen können dadurch in den ersten Jahren Abschreibungen von insgesamt bis zu rund 10 % jährlich erreicht werden. Die Sonderabschreibung setzt den Standard Effizienzhaus 40 mit QNG-Nachhaltigkeitssiegel voraus und ist auf eine Baukostenobergrenze von 5.200 Euro pro Quadratmeter begrenzt; begünstigt sind Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten bis 4.000 Euro pro Quadratmeter.
  • Beispielrechnung: Bei 1.500.000 Euro Baukosten lassen sich im ersten Jahr 75.000 Euro (5 % von 1.500.000 Euro) abschreiben, im zweiten Jahr 71.250 Euro (5 % von 1.425.000 Euro Restwert), analog in den Folgejahren.

Stand: Juni 2026. Steuerregelungen ändern sich – lassen Sie Ihren konkreten Fall von einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater prüfen.

Tabelle: Übersicht zur steuerlichen Absetzbarkeit beim Mehrfamilienhaus
Abschreibungsart Satz Dauer Max. Vorteil
Lineare AfA 3% p.a. 33 Jahre 100% Baukosten
Sonder-AfA (EH40) 5% p.a. 4 Jahre 20% Baukosten
Degressive AfA 5% Jahr 1 5-10 Jahre Höher als linear

Förderungen für die Kosten beim Mehrfamilienhaus-Neubau

Auch beim Bau eines Mehrfamilienhauses lassen sich die Kosten über staatliche Förderprogramme senken. Für klimafreundliche Neubauten steht der zinsverbilligte KfW-Kredit Klimafreundlicher Neubau bereit. Gefördert werden Gebäude im Standard Effizienzhaus 40; bei zusätzlicher Zertifizierung als Nachhaltiges Gebäude (QNG) steigt der mögliche Kreditbetrag. Seit Dezember 2025 gibt es zudem eine befristete Förderstufe für das Effizienzhaus 55.

Seit dem 1. Oktober 2024 ergänzt das Programm Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment (KNN) die Förderung im preiswerten Bereich. Förderfähig ist unter anderem der Neubau flächeneffizienter Mehrfamilienhäuser in Effizienzhausstufe 55 mit kleinen bis mittelgroßen Wohnungen – etwa für Singles, Alleinerziehende oder Ältere. Voraussetzung ist außerdem, dass weder fossile Energieträger noch Biomasse (also auch keine Holzpellets) zur Wärmeerzeugung genutzt werden; die CO2-Emissionen werden über den gesamten Gebäudelebenszyklus bewertet. Statt eines EH40-Standards setzt das Programm bewusst auf Flächeneffizienz und niedrige Lebenszyklus-Emissionen, um bezahlbaren Wohnraum zu unterstützen.

Beide Programme wurden seit dem Start mehrfach überarbeitet – beim KNN etwa 2025 bei Baukostengrenze und anrechenbarer Wohnfläche. Zum März 2026 hat die KfW die Neubau-Konditionen deutlich vergünstigt.

Da sich Förderkonditionen und Budgets regelmäßig ändern, prüfen Sie die aktuellen Sätze vor der Antragstellung direkt bei der KfW.

Baukosten Mehrfamilienhaus: Alle Fördermöglichkeiten

Alle Förderangebote für die Kosten eines Mehrfamilienhauses im Überblick finden Sie im Abschnitt 'Förderungen' auf unserer Seite zu Energiesparhäusern.

Anbieter für Mehrfamilienhaus-Fertighäuser

Anbieter für Mehrfamilienhaus-Massivhäuser

Häufig gestellte Fragen zu Mehrfamilienhaus-Kosten

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