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Was muss beim barrierefreien Bauen beachtet werden?

"Barrierefreiheit" ist die zentrale Forderung allen Menschen – auch Menschen mit Behinderungen – ein gleichberechtigtes Miteinander in der Gesellschaft zu ermöglichen. Das bedeutet auch eine selbstbestimmte und weitgehend eigenständige Lebensführung in der eigenen Wohnung. Doch stellt die Barrierefreiheit nicht nur für Menschen mit Behinderungen eine Wohnwertverbesserung dar, sondern auch für Kleinkinder oder älter werdende Menschen.

Somit stellen sich folgende Fragen:

  1. Sollen die Forderungen des barrierefreien Bauens realisiert werden, weil Sie ein Haus planen wollen, das sich den wechselnden Bedürfnissen im Laufe Ihres Lebens anpassen kann, ohne große bautechnische Veränderungen?
  2. Sind Wohnungsanpassungsmaßnahmen entsprechend einer Behinderung erforderlich?
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Entscheidungskriterien hin zum barrierefreien Hausbau

Das Wohnumfeld ist so zu gestalten, dass alle Menschen, auch die Rollstuhlnutzer, barrierefrei zu den Wohnungen sowie zu Grün- und Verkehrsanlagen gelangen und diese nutzen können. Das bedeutet, die Gehwege müssen auch erschütterungsarm und gefahrlos mit dem Rollstuhl befahrbar sein. Dies ist z.B. bei der Grundstückswahl zu berücksichtigen.

Die Wohnungen und Wohnhäuser müssen so gebaut werden, dass sie ohne große Umbaumaßnahmen den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen angepasst werden können.

  • In den Räumen sind ausreichende Bewegungsflächen zu planen, um insbesondere auch ein Wenden mit dem Rollstuhl zu ermöglichen. Das bedeutet, dass auch vor und hinter Türen ausreichende Bewegungsflächen vorhanden sein müssen.
  • Die Bedienungseinrichtungen wie Schalter, Steckdosen und Türgriffe sind im Greifbereich der Rollstuhlbenutzer anzuordnen, in der Regel in 85 cm Höhe. Diese Forderung kommt auch den Bedürfnissen von Kindern entgegen.
  • Türen müssen so geplant werden, dass eine Durchfahrt mit dem Rollstuhl möglich ist. In der o.g. Norm wird eine lichte Türbreite von 90 cm gefordert.
  • Die Wohnungen sollten keine Schwellen haben, auch der Zugang zum Freisitz, z.B. Balkon und Terrasse, sollte schwellenlos sein.

Bauliche Maßnahmen für ein barrierefreies Haus

Hausbaubegriffe verständlich erklärt
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Grundrisse barrierefreier Wohnungen

Barrierefreie Wohnungen sind nach DIN 18025 Teil 1 und 2 zu planen. Nachfolgend werden zwei fiktive Wohnungsgrundrisse mit den erforderlichen Planungsmaßen gezeigt.

Barrierefreie Wohnung für Rollstuhlbesitzer DIN 18025 Teil 1

Grundriss EG eines barrierefreien Hauses

Barrierefreie Wohnung (außer Rollstuhlbenutzer) DIN 18025 Teil 2

Grundriss einer barrierefreien Wohnung ohne Rollstuhl

Eine Checkliste mit den Anforderungen an Barrierefreie Wohnungen finden Sie hier. Der Beitrag "Barrierefreies Wohnen" wurde vom Bundesbauministerium veröffentlicht.

Altersgerecht bauen Infografik

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