
Fertighausanteil erreicht Rekordniveau von 26,5 %: Warum Fertighäuser immer beliebter werden

Der deutsche Hausbaumarkt sendet ermutigende Signale: Nach einer herausfordernden Phase zeigen die aktuellen Zahlen des Bundesverbands Deutscher Fertigbau (BDF) und des Statistischen Bundesamts (Destatis), dass sich die Lage nach dem Nachfrageeinbruch der jüngeren Vergangenheit spürbar verbessert hat.
Besonders positiv fällt dabei die Entwicklung im Fertigbau auf. Im Jahr 2025 erreichte der Fertighausanteil an allen genehmigten Ein-, Doppel- und Zweifamilienhäusern in Deutschland mit 26,5 % einen neuen Rekordwert. Mehr als jedes vierte neu genehmigte Eigenheim wird inzwischen in Fertigbauweise errichtet – so viele wie nie zuvor.
Auch die Gesamtzahl der Baugenehmigungen und die Auftragseingänge im Wohnungsbau legen wieder zu. Für alle, die sich mit dem Gedanken an ein eigenes Haus beschäftigen, ist das eine gute Nachricht. Denn hinter den Zahlen stecken Entwicklungen, die den Einstieg in die Hausbau-Planung gerade jetzt besonders interessant machen.
Aktueller Fertighaus-Marktanteil: Das Wichtigste in Kürze
Der Fertighausanteil lag 2025 bei 26,5 % (Baugenehmigungen Häuser mit bis 2 Wohnungen) – ein neuer Höchstwert in Deutschland.
Laut BDF/Destatis wurden 2025 13.473 Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise genehmigt.
Insgesamt stieg die Zahl der genehmigten Häuser mit 1-2 Wohnungen in Deutschland 2025 auf 50.800.
Der Fertigbau erholt sich laut Branchenverband schneller von der Baukrise als der Gesamtmarkt.
Fertighäuser bieten gerade in unsicheren Marktphasen Vorteile bei Planbarkeit & Baugeschwindigkeit.
Wer jetzt mit der Planung beginnt, kann von ersten Erholungssignalen am Baumarkt profitieren.
Fertighäuser erreichen einen Rekord-Marktanteil
Die vom BDF in einer Pressemitteilung vom März 2026 veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2025 zeichnen ein klares Bild: Von insgesamt 50.800* genehmigten Ein-, Doppel- und Zweifamilienhäusern in Deutschland entfielen 13.473° auf Fertighäuser. Das entspricht einem Anteil von 26,5 % – und damit dem höchsten Wert, der jemals gemessen wurde.
Im Vorjahr war der Fertigbauanteil unter anderem bei den fertiggestellten Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen noch gesunken – allerdings weniger stark als bei entsprechenden Massivhäusern; von insgesamt 63.200 Wohngebäuden mit bis zu 2 Wohnungen wurden 16.000 in Fertigbauweise errichtet, dies entspricht einem Fertighausanteil von 25,3 % für 2024 (Quelle: Destatis 2025). Zum Vergleich: Der Anteil der genehmigten Fertiggebäude am gesamten Wohnbau lag 2024 bundesweit bei über 22 %.
*Hinweis: Während der BDF von 50.755 dazugehörigen Baugenehmigungen ausgeht, nennt das Statistische Bundesamt in einer Pressemeldung vom Februar 2026 für diesen Zeitraum 44.500 genehmigte Einfamilienhäuser und 12.600 genehmigte Wohnungen in Zweifamilienhäusern, woraus sich rechnerisch eine Hauszahl von 50.800 ergibt. Wir verwenden den offiziellen Destatis-Wert. Da die Diskrepanz auch nur minimal und vermutlich einem leicht älteren Datenstand geschuldet ist, ergeben sich keine abweichenden Prozentsätze.
°Quelle: Die Zahl des BDF wird durch den prognostizierten Wert der Baugenehmigungen des Statistischen Bundesamts bestätigt.
| Jahr | Kennzahl | Gesamt | Fertighäuser | Anteil Fertighäuser |
|---|---|---|---|---|
| 2025 | Genehmigte Wohngebäude mit bis zu 2 Wohnungen | 50.800 | 13.473 | 26,5 % |
| 2024 | Fertiggestellte Wohngebäude mit bis zu 2 Wohnungen (inkl. Bauüberhang) | 63.200 | 16.000 | 25,3 % |
Der Anstieg mag auf den ersten Blick klein wirken. Doch er setzt einen Trend fort, der sich seit Jahren abzeichnet: Der Fertigbau gewinnt kontinuierlich Marktanteile. Während der Gesamtmarkt für Ein- und Zweifamilienhäuser weiterhin unter dem Niveau früherer Jahre liegt, wächst der Fertigbau relativ betrachtet überdurchschnittlich. Der BDF ordnet den Fertigbau als jenes Segment ein, das sich schneller erholt als der klassische Hausbau insgesamt.
Entwicklung nach Bundesland
| Bundesland | Fertighausanteil 2025 |
|---|---|
| Baden-Württemberg | 42,1 % |
| Hessen | 39,0 % |
| Berlin | 30,2 % |
| Thüringen | 30,2 % |
| Rheinland-Pfalz | 30,0 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 29,3 % |
| Sachsen | 28,2 % |
| Bayern | 27,5 % |
| Brandenburg | 26,7 % |
| Saarland | 21,4 % |
| Nordrhein-Westfalen | 20,9 % |
| Schleswig-Holstein | 19,6 % |
| Sachsen-Anhalt | 18,7 % |
| Bremen | 13,7 % |
| Niedersachsen | 12,4 % |
| Hamburg | 10,8 % |
Der Blick auf die Bundesländer verdeutlicht, dass der Fertigbau regional sehr unterschiedlich stark verankert ist. Besonders hoch ist der Fertighausanteil in Baden-Württemberg und Hessen, wo Fertighäuser bei genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern bereits annähernd die Hälfte des Marktes ausmachen. Denn im waldreichen Süddeutschland ist der Fertigbau aufgrund der Holzbau-Tradition weit verbreitet. Zudem haben hier einige der größten Fertighausanbieter Deutschlands ihren Sitz, was die dortige besondere Stellung dieser Bauweise unterstreicht.
Aber auch in mehreren ostdeutschen Ländern liegen erstmals die Werte über dem Bundesdurchschnitt sogar vor dem etablierten Spitzenreiter Bayern. Deutlich niedriger fällt der Anteil dagegen in Stadtstaaten wie Hamburg oder Bremen sowie in baukulturell im Massiv- und Klinkerbau verwurzelten Regionen wie Niedersachsen aus.
Insgesamt wird aber klar: Fertighäuser sind in Deutschland längst kein Randphänomen mehr. Vielmehr zeigt sich, dass sich der Fertigbau vor allem dort stark durchsetzt, wo Bauinteressierte Wert auf Planbarkeit, kürzere Bauzeiten und strukturierte Abläufe legen. Das unterstreicht die Entwicklung hin zu einem immer relevanteren Marktsegment im privaten Hausbau.
| Bundesland | Fertigbau 2024 | Fertigbau 2025 (p) |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 2.222 | 2.660 |
| Bayern | 3.043 | 3.633 |
| Berlin | 149 | 220 |
| Brandenburg | 831 | 736 |
| Bremen | 5 | 13 |
| Hamburg | 33 | 79 |
| Hessen | 926 | 1.028 |
| Mecklenburg-Vorp. | 166 | 302 |
| Niedersachsen | 678 | 702 |
| Nordrhein-Westfalen | 1.341 | 1.708 |
| Rheinland-Pfalz | 790 | 945 |
| Saarland | 43 | 77 |
| Sachsen | 364 | 469 |
| Sachsen-Anhalt | 174 | 152 |
| Schleswig-Holstein | 581 | 536 |
| Thüringen | 176 | 213 |
| GESAMT (DE) | 11.522 | 13.473 |
(p): Vorläufige Prognosewerte für 2025
Quelle: Destatis Baugenehmigungen im Fertigteilbau
Aus dem Vergleich der Baugenehmigungen für Wohngebäude bis zwei Wohnungen nach Bundesland ergibt sich:
Der Fertigteilbau ist 2025 in Deutschland deutlich gewachsen. Bundesweit stieg die Zahl der genehmigten Fertighäuser von 11.522 auf 13.473 und damit um 1.951 Häuser beziehungsweise rund 16,9 %. Besonders stark war der Zuwachs in den großen Flächenländern Bayern (von 3.043 auf 3.633), Baden-Württemberg (von 2.222 auf 2.660) und Nordrhein-Westfalen (von 1.341 auf 1.708). Diese drei Länder treiben die Entwicklung auch absolut am stärksten.
Auffällig sind außerdem die deutlichen prozentualen Zuwächse in kleineren Bundesländern wie Hamburg, Bremen und Berlin sowie dem dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern. Dort fällt das Ausgangsniveau zwar niedriger aus, die Dynamik ist aber besonders hoch. Rückgänge verzeichnen dagegen Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.
Warum Fertighäuser immer beliebter werden
Die Gründe für die steigende Beliebtheit von Fertighäusern sind vielschichtig und reichen weit über das aktuelle Marktumfeld hinaus. Ein wesentlicher Faktor ist die hohe Planungssicherheit. Die industrielle Vorfertigung der Bauelemente im Werk ermöglicht präzise Zeitpläne und eine verlässliche Kalkulation. Bauherrinnen und Bauherren wissen in der Regel frühzeitig, wann ihr Haus fertig wird und welche Kosten auf sie zukommen – ein Vorteil, der gerade in wirtschaftlich volatilen Zeiten an Gewicht gewinnt.
Hinzu kommt die vergleichsweise kurze Bauzeit. Während ein konventionell errichtetes Haus häufig über mehrere Monate auf der Baustelle entsteht, ist der Rohbau eines Fertighauses in der Regel witterungsunabhängig innerhalb weniger Tage aufgestellt. Das verkürzt nicht nur die Phase der Doppelbelastung durch Miete und Baufinanzierung, sondern reduziert auch die Anfälligkeit für Verzögerungen.
Darüber hinaus hat sich die Fertigbaubranche in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Architektonische Vielfalt, individuelle Grundrissgestaltung und hohe energetische Standards überzeugen immer mehr Bauleute. Fertighäuser erfüllen bereits in der Basisausführung strenge Anforderungen an die Energieeffizienz, was angesichts der geltenden Regelungen im Gebäudeenergiegesetz (GEG) ein handfester Vorteil für Bauinteressierte ist.
Welche Vorteile Fertighäuser in der aktuellen Marktlage bieten
Gerade in einem Marktumfeld, das von Unsicherheiten geprägt ist, zeigen sich die strukturellen Vorteile des Fertigbaus besonders deutlich. Die fest kalkulierbaren Baukosten schützen vor unerwarteten Preissteigerungen während der Bauphase. Tipp: Wer einen Vertrag für schlüsselfertige Übergabe mit einem festen Leistungsumfang und einem klar definierten Fixpreis abschließt, profitiert bei jeder Bauweise von diesem Vorzug. Das gibt Sicherheit bei der Finanzierungsplanung.
Ein weiterer Vorteil: Die effiziente Bauabwicklung reduziert potenzielle Risiken. Weniger Schnittstellen auf der Baustelle, eine koordinierte Gewerkesteuerung (insbesondere bei Ausbaustufe schlüsselfertig) und standardisierte Qualitätskontrollen im Werk tragen dazu bei, dass Fertighäuser in der Praxis seltener mit Bauverzögerungen oder Qualitätsmängeln zu kämpfen haben als konventionell gebaute Häuser. Das bedeutet weniger Stress und weniger Unwägbarkeiten für Bauherrinnen und Bauherren.
Der steigende Marktanteil legt nahe, dass immer mehr Menschen diese Vorteile erkennen und bewusst in ihre Entscheidung einbeziehen. Allerdings sollte klar sein: Auch beim Fertigbau sind eine fundierte Planung, sorgfältige Anbieterwahl und realistische Erwartungen an Budget und Zeitrahmen essenziell.

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Zum BudgetrechnerWas die Destatis-Zahlen über die Entwicklung am Baumarkt zeigen
Neben den Fertigbau-spezifischen Daten des BDF liefern auch die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts ein differenziertes Bild der Gesamtentwicklung am Baumarkt. Destatis meldet für das Jahr 2025 insgesamt rund 238.500 genehmigte Wohnungen in Deutschland. Das entspricht einem Plus von rund 11 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe legten zu: real um 6,8 % insgesamt, im Segment Wohnungsbau sogar um 10,1 % (Quelle: Statistisches Bundesamt Februar 2026).
Diese Zahlen stellen ein gutes Vorzeichen dar, wir wollen sie für Sie aber konkret einzuordnen: Denn die Zuwächse beziehen sich auf ein Vergleichsjahr, das von einem außergewöhnlich niedrigen Niveau geprägt war. Von einer vollständigen Erholung des Baumarkts zu sprechen, wäre verfrüht. Richtiger ist es, die aktuellen Daten als erste Stabilisierungssignale zu interpretieren – als Hinweis darauf, dass sich die Rahmenbedingungen im Bausektor langsam verbessern.
Warum jetzt ein guter Zeitpunkt für die Hausbau-Planung ist
Die Kombination aus steigenden Genehmigungszahlen, zunehmenden Auftragseingängen und einem Allzeithoch im Fertigbau ergibt ein Bild, das für viele Bauinteressierte relevant sein dürfte. Wer einen Hausbau plant, findet aktuell ein Umfeld vor, das bestimmte Chancen und nützliche Impulse bietet.
Zum einen ist der Markt nach einem längeren Nachfrageeinbruch wieder in Bewegung. Zum anderen haben viele Fertighaushersteller ihre Kapazitäten aufrechterhalten und können nun ohne lange Vorlaufzeiten produzieren. Das kann sich in kürzeren Lieferzeiten und einem höheren Maß an Flexibilität bei der Planung niederschlagen.
Zudem ist die Phase vor einer breiteren Markterholung häufig ein guter Zeitpunkt, um verschiedene Anbieter und Haustypen zu vergleichen, sich umfassend zu informieren und in Ruhe Angebote einzuholen. Wer wartet, bis der Markt wieder vollständig angezogen hat, muss erfahrungsgemäß mit längeren Wartezeiten und geringerer Verhandlungsspielraum rechnen.
Davon abgesehen haben sich die Baukosten nach den massiven Preissteigerungen der Vorjahre inzwischen stabilisiert, und Sie können verschiedene Förderungen beantragen.
Des Weiteren bleiben die individuelle Finanzierungssituation, die Verfügbarkeit eines passenden Grundstücks und die persönlichen Lebensumstände grundlegende Faktoren bei der Entscheidung. Doch wer diese Voraussetzungen im Wesentlichen erfüllt, hat zur Zeit eine vorteilhafte Ausgangslage, den nächsten Schritt in der Planung zu gehen.
Fazit: Fertighäuser festigen ihre Position am Markt
Der Fertighausanteil von 26,5 % repräsentiert mehr als nur eine Zahl in einer Statistik. Er zeigt, dass der Fertigbau seinen Platz im deutschen Hausbaumarkt nicht nur behauptet, sondern weiter ausbaut – gerade in einer Phase, in der sich der Gesamtmarkt erst langsam erholt. Für Bauinteressierte ist das ein positives Zeichen: Die Fertigbaubranche bietet ein ausgereiftes Produkt mit klaren Vorteilen bei Planbarkeit, Baugeschwindigkeit und Kalkulierbarkeit.
Gleichzeitig deuten die Destatis-Zahlen darauf hin, dass die Baunachfrage wieder anzieht. Die Genehmigungszahlen und Auftragseingänge steigen wieder – wenn auch von einem niedrigen Niveau aus. Wer jetzt mit der konkreten Planung beginnt, sich mit verschiedenen Ausstattungsniveaus auseinandersetzt und Angebote detailliert gegenüberstellt, nutzt die aktuelle Marktsituation, um eine fundierte Entscheidung vorzubereiten und sich gegenwärtig günstige Konditionen zu sichern. In unserer Haussuche finden Sie eine breite Auswahl an Haustypen, Vergleichsmöglichkeiten und weiterführende Informationen, die Ihnen bei der Orientierung helfen.
Häufige Fragen zum Fertighausanteil





























