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Massiv- & Fertighaus-Bungalow: Preise & Kosten

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Dr. Aviva Köberlein
Aktualisiert am 22. Juli 2026

Ein Bungalow bietet Wohnkomfort auf einer Ebene und Zukunftssicherheit für jede Lebensphase. Doch lohnt sich die Investition auch finanziell, und wie viel kosten Bungalows tatsächlich? Sind, wenn Sie einen Bungalow bauen, die Kosten wirklich günstiger als bei anderen Haustypen? Und wie entwickeln sich die Fertighaus-Bungalow-Preise 2026?

Wir geben Ihnen im Folgenden Antworten auf all diese und weitere Fragen. Zudem bestimmt die Höhe des Bungalow-Preises maßgeblich, welche Möglichkeiten zur Gestaltung und Ausstattung Sie haben. Daher verraten wir Ihnen außerdem, wie Sie Ihre Bungalow-Kosten reduzieren können, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen.

Dr. Aviva Köberlein
Aktualisiert am 22. Juli 2026

Bungalow-Preise & Kosten: Das Wichtigste in Kürze

  • Bungalow schlüsselfertig: Üblicher Preis rund 2.850 €/m² (mittlere Bandbreite 2.470–3.370 €/m²); Optimales Preis-Leistungsverhältnis bei 100–120 m² Wohnfläche

  • Massivhaus-Bungalow rund 20 % günstiger als Fertighaus-Bungalow (2.444 vs. 2.941 €/m² im Median bei 120 qm) – stärkerer Einfluss der Bauweise auf den Angebotspreis als beim Einfamilienhaus allgemein

  • Bungalow-Aufpreis: rund 7 % teurer als Satteldach-EFH gleicher Größe wegen ungünstigerem Verhältnis Dach- und Fundamentfläche zu Wohnfläche

  • Aufpreis bei kleiner Wohnfläche besonders markant: Bungalows unter 60 m² kosten im Median rund 4.100 €/m² – etwa 53 % über dem Optimalbereich

  • Bungalow als Ausbauhaus rund 30 % günstiger (Median 1.995 €/m²), als Bausatzhaus rund 50 % günstiger (1.405 €/m²)

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Was kostet ein Bungalow?

Was kostet ein Bungalow als Fertighaus oder Massivbau?

Ein Bungalow kostet 2026 im Median rund 2.850 Euro pro Quadratmeter bei schlüsselfertiger Übergabe (Auswertung von 358 Angeboten auf Fertighaus.de). Bei 120 Quadratmetern beträgt der typische Hauspreis rund 319.000 Euro ab Oberkante Bodenplatte, ohne Grundstück und Baunebenkosten (Analyse von 102 Angeboten im Bereich 110–130 Quadratmeter).

Dabei sind Preisunterschiede aufgrund der Bauweise besonders ausgeprägt: Über alle Wohnflächen hinweg kosten schlüsselfertige Massivhaus-Bungalows als mittlerer Wert rund 2.455 Euro pro Quadratmeter, Fertighaus-Bungalows rund 3.098 Euro pro Quadratmeter; spezifisch bei einer Wohnfläche von 120 qm sind es je 2.444 und 2.941 Euro pro Quadratmeter.

Quelle: eigene Datenauswertung Fertighaus.de, 358 schlüsselfertige Bungalow-Angebote (237 Fertighaus, 121 Massivhaus) sowie 149 Ausbau- und 29 Bausatz-Bungalows von insgesamt 73 Anbietern, Stand April 2026.

Um zunächst einen verbreiteten Irrtum zu klären: Bungalow-Preise sind in den seltensten Fällen günstiger als für ein gleichwertiges Einfamilienhaus mit mehreren Etagen. Bei 140 bis 160 Quadratmetern Wohnfläche kosten Bungalows pro Quadratmeter rund 7 Prozent mehr als ein klassisches Satteldach-Einfamilienhaus (2.730 gegenüber 2.545 Euro) – der Grund liegt im ungünstigeren Verhältnis von Dach- und Fundamentfläche zur Wohnfläche.

Dass Bungalow-Kosten auf den ersten Blick niedriger erscheinen, liegt auch daran, dass ebenerdige Objekte häufig mit kleineren Quadratmeterzahlen angeboten werden als Mehrgeschosser, da sich eine ausgedehntere Wohnfläche direkt in ein Plus beim benötigten Baugrund übersetzt.

Dabei unterscheiden sich die Bauweisen bei Bungalows stärker als bei den meisten anderen Haustypen: Fertighaus-Bungalows liegen schlüsselfertig im Median bei rund 3.098 Euro pro Quadratmeter (237 Angebote von 47 Anbietern), Massivhaus-Bungalows bei rund 2.455 Euro (121 Angebote von 26 Anbietern) – ein Unterschied von rund 20 Prozent. Bei einem 120-Quadratmeter-Bungalow entspricht das einer Ersparnis von rund 60.000 Euro zugunsten der Massivbauweise.

Zur Einordnung des Preisgefüges: Rund ein Viertel der schlüsselfertigen Bungalow-Angebote liegt unter 2.470 Euro pro Quadratmeter, die oberen 25 Prozent beginnen ab 3.370 Euro (dazwischen das mittelpreisige Segment). Im gehobenen Preissegment liegen Bungalow-Preise zwischen 3.400 und 4.000 Euro pro Quadratmeter, alles darüber repräsentiert eine Luxus-Ausführung. Als preiswert angesehen werden Bungalow-Preise unter 2.500 Euro pro Quadratmeter – in diesem Segment finden sich überwiegend Massivhaus-Bungalows.

Bei günstigeren Bungalow-Preisen handelt es sich in den meisten Fällen um Ausbauhäuser oder Bausatzhäuser. Der niedrigere Preis resultiert aus den eingesparten Arbeitskosten auf Seiten der Hausanbieter. Beim Ausbauhaus verrichten Sie den Großteil des Innenausbaus selbst, weshalb der Bungalow-Preis pro Quadratmeter hier im Median bei rund 1.995 Euro liegt (die mittlere Hälfte der Angebote bewegt sich zwischen 1.730 und 2.340 Euro). Beim Bausatzhaus führen Sie sogar den gesamten Bau in Eigenleistung durch, weshalb beim Bungalow bauen die Preise hier am günstigsten ausfallen – im Median bei rund 1.405 Euro pro Quadratmeter. Beachten Sie aber, dass Sie nur Lohnkosten für die Arbeiten einsparen, die Sie auch wirklich selbst zeitlich und handwerklich schultern können, und auch noch weitere Bungalow-Kosten für Material und Ähnliches hinzukommen.

Weitere Bungalow-Kosten

Ob als Block- oder Massivbau oder als Bungalow-Fertighaus, als Kosten neben dem bloßen Hauspreis müssen Sie des Weiteren in Betracht ziehen:

Folglich macht der reine Hauspreis im Durchschnitt nur etwa die Hälfte der Gesamtkosten eines Bungalows aus. Um Ihnen einen realistischen Überblick zu geben, haben wir alle anfallenden Kosten für einen typischen Neubau-Bungalow aufgeschlüsselt. Das hier dargestellte Beispiel basiert auf einem schlüsselfertigen 120 qm Bungalow mit mittlerer Ausstattung auf einem 600 qm Grundstück zu aktuellen Durchschnittspreisen von 302 Euro/qm für baureife Wohnbaufläche nach Statistischem Bundesamt. Die Gesamtkosten betragen 674.970 Euro.

Kosten Bungalow mit 120 qm schlüsselfertig im Detail

Bungalow-Kosten im Überblick: Aufteilung der Gesamtkosten von Haus, Grundstück und Baunebenkosten
Bungalow bauen: Preise & Kosten – Weiterführende Informationen

Einen genauen Überblick zu allen Hausbaukosten beim Bungalow erhalten Sie auf unseren Übersichtsseiten.

Bungalow mit Pool (Kundenhaus myLife 402 von WeberHaus)
Bei diesem Bungalow ist der Preis für die Bodenplatte schon im Hauspreis enthalten. Sonderwünsche wie der Pool schlagen zusätzlich zu Buche (Kundenhaus myLife 402 von WeberHaus)

Bungalow-Preis (47,3% | 319.000 Euro, Median der Angebotspreise bei 120 qm)

Der größte Einzelposten ist erwartungsgemäß der Hauspreis des Bungalows selbst. Dieser Preis umfasst den kompletten Rohbau, Innenausbau, Haustechnik, Fenster, Türen und je nach Vertrag unter Umständen Malerarbeiten sowie Bodenbeläge.

Grundstück (26,8% | 181.200 Euro)

Das Grundstück ist der zweitgrößte Kostenfaktor. Bungalows benötigen aufgrund ihrer eingeschossigen Bauweise tendenziell größere Grundstücke als mehrstöckige Häuser. In Ballungszentren oder besonders beliebten Lagen können die Grundstückskosten den Hauspreis sogar übersteigen, während in ländlichen Regionen deutlich günstigere Preise möglich sind.

Grundstücksnebenkosten (2,7% | 18.120 Euro)

Beim Grundstückskauf fallen zusätzliche Kosten für Ihren Bungalow an: Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5–6,5% des Kaufpreises), Notar- und Grundbuchkosten (etwa 1,5–2% des Kaufpreises) sowie gegebenenfalls Maklergebühren (3–7% des Kaufpreises, je nach Vereinbarung).

Baunebenkosten (9,5% | 63.800 Euro)

Die Baunebenkosten werden häufig unterschätzt, machen aber durchschnittlich 10 bis 20 Prozent der Gesamtkosten beim Bungalow aus. Hierzu zählen u.a. Vermessungskosten, Bodengutachten, Anschlusskosten für Wasser, Strom und Abwasser und Bankgebühren für die Finanzierung.

Außenanlage (7,1% | 47.850 Euro)

Die Gestaltung des Außenbereichs umfasst Garten und Bepflanzung, gepflasterte Zufahrt und Wege, Terrasse oder Veranda sowie eventuell eine Garage oder ein Carport. Diese Kosten beim Bungalow variieren stark je nach Ihren Ansprüchen und können bei hochwertiger Ausführung auch deutlich höher ausfallen.

Bodenplatte (4,4% | 30.000 Euro)

Bei Ihrem Bungalow hängen die Kosten der Bodenplatte von der Größe und Ausführung ab. Ein einfaches Plattenfundament kostet etwa 150–200 Euro pro Quadratmeter, während ein Thermofundament bei 200–300 Euro pro Quadratmeter liegt.

Sonstige Kosten beim Bungalow (2,2% | 15.000 Euro)

Umzugskosten, neue Möbel und Einrichtung, eventuell Zwischenmiete während der Bauphase, Richtfest und Bewirtung der Handwerker sowie Fahrtkosten zur Baustelle summieren sich schnell auf mehrere tausend Euro.

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Was ist der günstigste Weg zum Bungalow?

Wer einen Bungalow möglichst budgetschonend realisieren möchte, hat mehrere Stellschrauben – darunter Bauweise, Wohnfläche und Ausbaustufe. Jede allein bringt eine spürbare Ersparnis, in Kombination summiert sich der Effekt erheblich.

  1. Bauweise wählen. Anders als bei vielen anderen Haustypen ist der Unterschied bei Listenpreisen für Bungalows zwischen den Bauweisen besonders ausgeprägt: Ein Massivhaus-Bungalow kostet schlüsselfertig im Median rund 2.455 Euro pro Quadratmeter, ein Fertighaus-Bungalow rund 3.098 Euro – ein Unterschied von rund 20 Prozent (eigene Auswertung von 358 Bungalow-Angeboten auf Fertighaus.de, Stand 04/2026). Bei 120 Quadratmetern Wohnfläche entspricht das einer Ersparnis von rund 60.000 Euro zugunsten der Massivbauweise.
  2. Wohnfläche optimieren. Der günstigste Quadratmeterpreis bei Bungalows liegt im Bereich von 100 bis 120 Quadratmetern Wohnfläche (Median rund 2.685 Euro pro Quadratmeter). Kleinere Bungalows unter 80 Quadratmetern sind pro Quadratmeter spürbar teurer (rund 3.400 Euro), weil sich Fixkosten wie Dach, Leitungen und Heizanlage auf weniger Fläche verteilen. Ein offener Grundriss mit wenigen Innenwänden, Verzicht auf Flure und ein einfaches Satteldach helfen, die Wohnfläche effizient zu nutzen und den Grundflächenbedarf des Bungalows zu minimieren.
  3. Ausbaustufe anpassen. Wer Eigenleistung erbringen kann, spart beim Hauspreis erheblich: Ein Bungalow als Ausbauhaus kostet im Median rund 1.994 Euro pro Quadratmeter – etwa 30 Prozent weniger als schlüsselfertig. Als Bausatzhaus sinkt der Hauspreis auf rund 1.405 Euro pro Quadratmeter. Allerdings kommen beim Ausbauhaus Material- und ggf. Handwerkerkosten von 400 bis 700 Euro pro Quadratmeter hinzu, beim Bausatzhaus noch deutlich mehr, genau wie der entsprechende Zeitaufwand. Realistisch können Sie mit Eigenleistung insgesamt 5 bis 15 % der Baukosten einsparen.
  4. Günstige Dachform wählen. Allgemein ist das Dach ein erheblicher Kostenfaktor bei Bungalows, da es eine große Fläche abdecken muss – proportional mehr als bei einem zweigeschossigen Haus gleicher Wohnfläche. Bei der Wahl der Dachform lohnt sich ein genauer Blick: Entgegen der verbreiteten Annahme ist bei Bungalows das Walmdach die günstigste Option – und zugleich die mit Abstand häufigste. Im Median kostet ein Walmdach-Bungalow rund 2.580 Euro pro Quadratmeter, ein Satteldach-Bungalow rund 2.780 Euro (eigene Auswertung, Stand 04/2026). Der Grund: Walmdächer sind bei Bungalows die Standardform und werden von den meisten Anbietern in Serie gefertigt, was den Preis drückt. Satteldach-Bungalows sind seltener und werden häufiger als individuelle Entwürfe angeboten. Deutlich teurer fallen Flachdach- und Pultdach-Bungalows aus – beide liegen im Median bei rund 3.250 Euro pro Quadratmeter und damit etwa 25 Prozent über dem Walmdach. Bei diesen Dachformen treiben höhere Anforderungen an Statik und Abdichtung sowie oft gehobene Ausstattungspakete den Preis.
  5. Konkrete Angebote vergleichen. So wie Sie vermutlich bei anderen Käufen vorab Produkte vergleichen, sollten Sie dies bei einer solch großen Investition wie einem Haus erst recht tun. Holen Sie sich mindestens drei gleichwertige Angebote unterschiedlicher Baufirmen ein und stellen Sie diese gegenüber. Nur so können Sie das beste Angebot herausfinden und letztlich bei Ihrem Bungalow Kosten sparen.

Alle Stellschrauben kombiniert – ein Beispiel: Wer zusätzlich zur günstigsten Ausbaustufe (Ausbauhaus) auch die günstigste Dachform (Walmdach) und die günstigere Bauweise (Massivhaus, rund 20 Prozent günstiger als Fertighaus) wählt, kann den Hauspreis weiter senken – ein Massivhaus-Bungalow mit Walmdach als Ausbauhaus liegt bei rund 110 Quadratmetern in der Größenordnung von 180.000 bis 200.000 Euro. Zum Vergleich: Ein Fertighaus-Bungalow mit Satteldach schlüsselfertig derselben Größe kostet rund 306.000 Euro. Die Differenz zwischen dem günstigsten und dem teuersten Szenario beträgt damit über 100.000 Euro – bei identischer Wohnfläche.

Natürlich unterscheiden sich beide Szenarien in Komfort und Zeitaufwand erheblich: Beim Ausbauhaus investieren Sie mindestens 450 bis 650 Arbeitsstunden in den Innenausbau, plus Materialkosten von 400 bis 700 Euro pro Quadratmeter sowie die Kosten für zusätzliche Gewerke (z.B. Sanitär, Elektrik). Der reine Hauspreis bildet also nicht die vollständigen Kosten ab – aber er zeigt, wie groß die Stellschrauben beim Bungalow wirklich sind.

Bungalow-Preise 2026

Bauen wurde in den letzten Jahren teurer – und die jüngsten Daten zeigen eine erneute Beschleunigung. Laut einer Pressemitteilung von Destatis vom Juli 2026 sind die Baupreise für Neubauten konventionell gefertigter Wohngebäude im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent gestiegen – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 3,3 Prozent im Februar 2026 und den 3,2 Prozent im November 2025.

Die Rohbauarbeiten verteuerten sich im Jahresvergleich um 4,9 Prozent, wobei Betonarbeiten und Mauerarbeiten den größten Anteil ausmachen. Ausbauarbeiten stiegen mit 5,1 Prozent stärker als die Rohbauarbeiten. Besonders ins Gewicht fallen die Preisanstiege bei Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen (wie beispielsweise Wärmepumpen) mit + 5,0 Prozent sowie Elektro-, informationstechnischen und Sicherheitsanlagen mit + 6,4 Prozent.

Gleichzeitig zeigt die Bautätigkeit in Deutschland ein geteiltes Bild. Die Baufertigstellungen 2025 sanken das zweite Jahr in Folge massiv: Insgesamt wurden nur 206.600 Wohnungen fertiggestellt, 18,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Einfamilienhäuser traf es besonders hart – mit 41.800 fertiggestellten Häusern lag der Rückgang bei 23,3 Prozent. Bei den Baugenehmigungen zeigte sich von Januar bis Mai 2026 hingegen eine Fortführung der Trendwende: 104 700 genehmigte Wohnungen bedeuten ein Plus von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr – bei Einfamilienhäusern sogar + 12,6 Prozent. Diese Lücke zwischen sinkenden Fertigstellungen und steigenden Genehmigungen deutet auf eine Markterholung hin, die sich in den nächsten ein bis zwei Jahren auch in der tatsächlichen Bautätigkeit niederschlagen dürfte.

Für Bungalow-Interessierte bedeutet das: Die Preise steigen aktuell wieder deutlicher, die Baunachfrage zieht nach einem historischen Tief an. Wer den Bau eines Bungalows plant, sollte aktuelle Angebote zeitnah vergleichen und nach Möglichkeit eine Fixpreisgarantie im Bauvertrag vereinbaren.

Bungalow-Fertighaus-Preise steigen moderat

Wollen Sie einen Bungalow bauen, sind die Kosten bei Fertighäusern zuletzt weniger stark gestiegen als bei konventionell errichteten Häusern. Laut Destatis betrug der Baupreisanstieg für Einfamilien-Fertighäuser 2024 nur 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr; bei konventionell errichteten Wohngebäuden waren es 2,9 Prozent. Ausschlaggebend hierfür ist unter anderem, dass Holz als Baustoff sich laut Destatis noch bis 2023 substantiell verbilligt hatte. Zwar steigen gemäß einer Pressemitteilung vom Juli 2026 die Holzpreise mittlerweile wieder, z. B. für Nadelschnittholz um 9,2 Prozent und für Laubschnittholz um 2,6 Prozent. Dennoch bleibt der Preisanstieg bei Fertighäusern insgesamt moderater als bei konventionellen Massivbauten – ein Vorteil, der sich allerdings im Quadratmeterpreis nur teilweise widerspiegelt, da Fertighaus-Bungalows mit ihrem umfassenderen Ausstattungsumfang insgesamt auf einem höheren Preisniveau liegen als Massivhaus-Bungalows.

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Was kostet ein Bungalow mit 140 qm? Beispielrechnungen

Um Ihnen alle Fertighaus-Bungalow-Preise und Kosten in ihrer Gesamtheit exemplarisch darzulegen, rechnen wir das Budget beispielhaft für ein entsprechendes schlüsselfertiges Objekt mit mittlerer Ausstattungsqualität als Neubau in der bayerischen Gemeinde Ergolding (Landkreis Landshut) durch. Zugrunde legen wir für diesen Bungalow einen Preis pro Quadratmeter von 2.867 Euro sowie eine Unterkellerung in Form eines Teilkellers von 100 qm zu 1.000 Euro pro Quadratmeter.

Des Weiteren berücksichtigen wir hier beim Bungalow bauen Kosten für den Kauf eines Baugrundstücks von 700 qm (Bodenrichtwert Ortsteil Piflas in Ergolding für baureife Wohnbaufläche: 770 Euro pro qm), rund 20 % des Bungalow-Fertighaus-Preises an Baunebenkosten, plus Ausgaben für die Außenanlage und Sonstiges.

Beachten Sie: Bei diesem Beispiel handelt es sich um vergleichsweise teure Grundstückspreise als Teilkosten für einen Bungalow. Als bundesweiter Durchschnitt lassen sich laut Destatis dagegen 302 Euro pro qm ansetzen. In unserem Beispiel würde dieser niedrigere Grundstückspreis von 232.540 Euro einschließlich der Grundstücksnebenkosten die Gesamtkosten des Bungalows um ganze 360.360 Euro auf insgesamt 889.640 Euro Baukosten reduzieren.

Tabelle: Kostenaufstellung für den Bau eines schlüsselfertigen Bungalow-Fertighauses
Kostenfaktor Preis
Fertighaus-Bungalow (140 qm × 2.867 €/qm) 401.400 €
Grundstück (700 qm × 770 €/qm) 539.000 €
Grundstücksnebenkosten (10 %) 53.900 €
Keller als Teilkeller (100 qm × 1.000 €/qm) 100.000 €
Außenanlage (15 % Hauspreis) 60.210 €
Baunebenkosten (20 % Hauspreis) 80.280 €
Sonstige Kosten 15.000 €
Gesamt rund 1.250.000 €

Der Vergleich zeigt: Wer ein 140-Quadratmeter-Bungalow als Massivhaus statt als Fertighaus baut, spart bei dieser Beispielrechnung rund 41.000 Euro allein beim typischen Hauspreis. Bezogen auf die Gesamtkosten (inklusive Grundstück und Nebenkosten) sind es rund 56.000 Euro Ersparnis, weil viele Nebenposten prozentual vom Hauspreis abhängen und mit dem geringeren Hauspreis mitschrumpfen.

Aber: Es handelt sich hier um übliche Angebotspreise. Tatsächlich verbindlich ist nur ein individualisiertes Angebot, das sie für baugleiche Ausführung vergleichen sollten.

Tabelle: Kostenaufstellung für den Bau eines schlüsselfertigen Bungalow-Massivhauses
Kostenfaktor Preis
Massivhaus-Bungalow (140 qm × 2.573 €/qm) 360.200 €
Grundstück (700 qm × 770 €/qm) 539.000 €
Grundstücksnebenkosten (10 %) 53.900 €
Keller als Teilkeller (100 qm × 1.000 €/qm) 100.000 €
Außenanlage (15 % Hauspreis) 54.030 €
Baunebenkosten (20 % Hauspreis) 72.040 €
Sonstige Kosten 15.000 €
Gesamt rund 1.194.000 €

Wie kann man Bungalow-Fertighaus-Preise vergleichen?

Auf den ersten Blick lässt sich kaum erkennen, was der Bungalow-Preis genau beinhaltet. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Preise der Hausangebote Schritt für Schritt interpretieren und somit besser vergleichen können.

1.) Die Ausbaustufe: Wenn Sie die Angebote unterschiedlicher Bungalows und Baufirmen gegenüberstellen, sollten Sie zunächst nur solche mit gleicher Ausbaustufe untereinander vergleichen. Denn auch wenn der Preis für ein Ausbauhaus zunächst günstiger ausfällt als für eine schlüsselfertige Ausführung, kommen hierbei noch weitere Kosten auf Sie zu für Eigenleistungen, bei denen Sie auf die Hilfe anderer Handwerksfirmen zurückgreifen. Nur wenn Sie diese zusätzlichen Kosten kalkulieren können, ist ein Vergleich zwischen den Ausbaustufen sinnvoll.

2.) Der Wohnraumumfang: Die Wohnfläche kann einen großen Einfluss auf den Preis haben, ist aber nicht das alleinige Kriterium zur Preisgestaltung. Oft spielt auch die Raumverteilung eine entscheidende Rolle. Ein Beispiel: Wählen Sie einen 120 qm Bungalow mit zwei Schlafräumen, einem Badezimmer und einem großen Wohnbereich mit offener Küche, wird dieser erfahrungsgemäß preiswerter sein, als ein 120 qm Bungalow mit 3 Schlafräumen, zwei Bädern, einem Wohnzimmer und separater Küche. Bei letzterem müssen weitaus mehr Wände gezogen, Türen und Fenster gesetzt sowie ein zusätzliches Bad ausgestattet werden, was die Bungalow-Kosten nach oben treibt. Verteilen Sie diese Zimmer jedoch auf 100 qm, wird der Bungalow-Preis wiederum niedriger ausfallen.

3.) Das Fundament: Üblicherweise beinhaltet der angegebene Bungalow-Fertighaus-Preis nicht den Keller. Auch die Bodenplatte ist in der Regel noch nicht im Preis inkludiert, da die Kosten hierfür stark von der jeweiligen Bodenbeschaffenheit abhängen. Da Bungalows aufgrund ihres höheren Grundflächenbedarfs ein besonders großes Fundament benötigen, sollten Sie hier ausreichend Budget einplanen. Wünschen Sie sich zudem einen Keller, steigen die Kosten weiter an. Die Investition kann sich aber lohnen, vor allem auf kleineren Grundstücken.

4.) Die Ausstattung: Was wird als Standardausstattung angeboten? Sind im Bungalow Grundriss dargestellte Wintergärten und Erker im Preis inbegriffen oder gehen sie mit Zusatzkosten einher? Welche Materialien sind im Standard enthalten? Und auf welche Energieeffizienzklasse bezieht sich der Preis? All diesen Fragen sollten Sie auf den Grund gehen, wenn Sie die Bungalow-Preise evaluieren. Ermitteln Sie die Standardausstattung und listen Sie dann die Extras und Anpassungen auf, die Sie sich für Ihren Bungalow wünschen. Somit können Sie die Kosten realistisch einschätzen.

Tabelle: Typische Angebotspreise schlüsselfertiger Bungalows über alle Bauweisen (eigene Auswertung Fertighaus.de, Stand 04/2026).
Wohnfläche Anzahl Angebote Median €/qm Median-Hauspreis
unter 60 qm 19 4.103 € 189.000 €
60–80 qm 19 3.417 € 243.000 €
80–100 qm 65 3.044 € 271.000 €
100–120 qm 112 2.685 € 298.000 €
120–140 qm 91 2.677 € 343.000 €
140–160 qm 42 2.730 € 406.000 €

Die folgende Tabelle zeigt zusätzlich typische Listenpreise und IQR-Bandbreiten (mittlere 50 % der Angebote) schlüsselfertiger, Ausbau- und Bausatz-Bungalows auf Fertighaus.de (eigene Auswertung, Stand 04/2026; Schlüsselfertig n=358, Ausbauhaus n=149, Bausatzhaus n=29).

Tabelle: Überblick über Bungalow-Preise & Leistungsumfang nach Ausbaustufe
Ausbaustufe €/qm Preis Bungalow 120 qm Was ist i.d.R. enthalten? Eigenleistung
Bausatzhaus ab ca. 1.100–1.400 132.000–168.000 Material zum Selbstbau Sehr hoch
Ausbauhaus 1.730–2.340 208.000–281.000 Rohbau/Teile Innenausbau lt. Vertrag Hoch
Schlüsselfertig (mittlere Qualität)* 2.470–3.370 296.000–404.000 Rohbau/Innenausbau ohne Malern & Böden Gering

* Bei schlüsselfertigen Bungalows unterscheiden sich Fertig- und Massivbauweise preislich stärker als bei anderen Haustypen: Massivhaus-Bungalows liegen im Median bei rund 2.455 €/m², Fertighaus-Bungalows bei rund 3.098 €/m² – ein Unterschied von rund 20 Prozent. Bei einem 120-qm-Bungalow entspricht das einer Differenz von rund 60.000 Euro zugunsten der Massivbauweise.

Bungalow als Massivhaus: Preise

Massivhaus-Bungalow von Town & Country
Massivhaus-Bungalow: Preis schlüsselfertig ab ca. 210.000 Euro

Anders als oft gedacht unterscheiden sich bei Bungalows Massivhaus- und Fertighaus-Preise deutlich. Eine aktuelle Auswertung von 358 schlüsselfertigen Bungalow-Angeboten auf Fertighaus.de (Stand 04/2026) zeigt eine Preisdifferenz abhängig von der Bauweise von rund 20 Prozent im rohen Median-Vergleich (bereinigt um Wohnflächenklasse rund 18 Prozent).

Im Segment 110 bis 130 Quadratmeter kosten Fertighaus-Bungalows im Median rund 2.941 Euro pro Quadratmeter (64 Angebote), Massivhaus-Bungalows rund 2.444 Euro pro Quadratmeter (38 Angebote).

Bei einem 120-Quadratmeter-Bungalow entspricht das einer Ersparnis von rund 60.000 Euro zugunsten der Massivbauweise. Die Bauweise ist damit ein relevanter Preishebel – Bauweise, Ausstattung und Anbieter spielen entscheidend zusammen. Deswegen lohnt sich für Bauwillige mit knappem Budget der Vergleich beider Bauweisen besonders.

Kleiner Bungalow: Kosten & Preise

Kleiner Fertighaus-Bungalow E 10-097.2 von SchwörerHaus
Kleiner Fertighaus-Bungalow E 10-097.2 von SchwörerHaus

Dank der im Vergleich zu größeren Objekten zum Teil beachtlich günstigeren absoluten Baukosten liegen kleine Bungalows bis etwa 100 Quadratmeter Wohnfläche voll im Trend – nicht nur bei Singles und Paaren, sondern auch als Altersruhesitz oder Ferienhaus. Der große Vorteil: Bei geschickter Grundrissplanung lässt sich auf kleiner Fläche erstaunlich viel Wohnqualität realisieren, und die Kosten bleiben überschaubar. Denn nicht nur verringert sich der Hauspreis beim kleinen Bungalow als Fertighaus oder in anderen Bauweisen. Auch benötigen Sie hier nur ein kleineres Grundstück, weswegen sich hier ebenfalls die Kosten verringern, genau wie proportional die für Nebenkosten und Außenbereich. Gerade in Ballungszentren, wo Grundstücke teuer und oft schmaler sind, punkten kleine Bungalows durch ihren geringen Flächenbedarf. Parallel verhält es sich bei den Baukosten eines Bungalows mit kleiner Wohnfläche bezüglich der günstigeren Bodenplatte und des preiswerteren Dachs, später profitieren Sie von niedrigeren Heizkosten und reduzierten Unterhaltskosten.

Unser Tipp: Auch in größeren Bungalows lassen sich die Kosten durch die gleichen Gestaltungsprinzipien wie beim kleinen Bungalow reduzieren, da Sie so Wohnfläche einsparen: Offene Wohn-Ess-Küchen-Bereiche schaffen Großzügigkeit, multifunktionale Räume (Arbeits-/Gästezimmer) erhöhen die Flexibilität, und durchdachte Stauraumlösungen ersetzen fehlende Abstellflächen.

Preise für kleine Bungalows

Ein wichtiger Aspekt bei den Preisen für kleine Bungalows: Der beim Hausbau charakteristische relative Aufpreis bei kleinen Wohnflächen fällt hier besonders stark aus. Bungalows unter 60 Quadratmetern kosten im Median rund 4.100 Euro pro Quadratmeter – rund 53 Prozent mehr als der günstigste Bereich zwischen 100 und 120 Quadratmetern (rund 2.685 Euro pro Quadratmeter). Der Grund: Bungalows haben ohnehin ein ungünstiges Verhältnis von Dach- und Fundamentfläche zur Wohnfläche; bei kleinen Häusern verteilt sich das zusätzlich auf sehr wenige Quadratmeter. Wer einen kleinen Bungalow plant, sollte diese Größendynamik einkalkulieren – ein 60-Quadratmeter-Bungalow kostet üblicherweise rund 189.000 Euro, ein 80-Quadratmeter-Bungalow rund 243.000 Euro.

Kleinen Bungalow bauen: Weiterführende Informationen

Winkelbungalow mit Garage: Preise & Kosten

Beim Winkelbungalow mit Garage bewegen sich die Preise für den Unterstellplatz für Ihr Fahrzeug je nach Größe, Dachform, Baumaterial, Ausstattung, Tor und Platzierung zwischen etwa 3.000 und bis zu 30.000 Euro extra. Dementsprechend hängen auch weitere Bungalow-Kosten von der konkreten Ausführung der Garage ab:

Planen Sie diese beispielsweise im Souterrain als Tiefgarage, kommen noch Ausgaben für Unterkellerung und Erdarbeiten hinzu, andererseits sparen Sie aber bei der Grundstücksgröße. Dies eignet sich insbesondere für eine Bungalow in Hanglage.

Ebenfalls sehr platzsparend ist ein Winkelbungalow mit integrierter Garage, bei dem der Preis aufgrund der gemeinsamen Wände im Vergleich zur freistehenden Variante günstiger ausfällt und auch weniger Baugrund notwendig ist.

Grundriss Winkelbungalow mit Garage VITA von Fertighaus WEISS
Grundriss Winkelbungalow mit Garage VITA von Fertighaus WEISS

Baufirmen mit vorteilhaften Bungalow-Preisen

Bungalow bauen: Kosten – Häufige Fragen

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