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Blockbohlenhäuser oder auch Wohnblockhäuser sind traditionelle Holzhäuser, welche die Menschheit kennt. Lange, bevor man Sägen entwickelt hat, waren die roh aufeinander gestapelten Holzstämme die übliche Bauweise für Häuser.

Dass solch "einfache" Bauten aus übereinandergestapelten Baumstämmen eine lange Lebensdauer haben können, davon zeugen die zahlreichen Beispiele der über 800 Jahre alten Holzhäuser in den Gebirgsländern und der berühmten Stabkirchen in Norwegen. Nichtsdestotrotz hat sich das klassische Blockhaus zum Wohnblockhaus weiterentwickelt. Die Blockhäuser von heute haben sich diesen urwüchsigen Charme bewahrt, überzeugen aber auch durch zahlreiche, handfeste Vorteile. Ein Blockhaus bauen, kommt daher nie aus der Mode. Interessant ist, dass ein Blockhaus zwar grundsätzlich ein Holzhaus ist, der deutschsprachige Bauherr aber unter Holzhäusern ganz etwas anderes versteht, als unter Wohnblockhäusern.

Das sollten Sie über Blockhäuser wissen

Vollholzstämme - ein vielseitiger und vorteilhafter Baustoff

Der entscheidende Vorteil von Vollholzstämmen als Baumaterial ist, dass sie als einziger Werkstoff die folgenden vier Anforderungen an einen Baustoff erfüllen:

  1. Leisten guten Schallschutz - Massivholzhäuser isolieren von Natur aus hervorragend gegen Luftschall, wodurch auch hier zusätzliche Dämmungen meist überflüssig sind.
  2. Statisch sehr belastbar - Trotz der wuchtigen Erscheinungsform kann eine Wand aus aufgestapelten Holzbalken besonders dünn ausgelegt werden.
  3. Bieten guten Wärmeschutz - Während KSV, Beton oder Ziegelwände noch aufwändig mit einem Wärmedämmverbundsystem ausgestattet werden müssen, kommen Holzwände aus Stämmen meistens ohne zusätzlichen Wärmeschutz aus.
  4. Gewährleisten sehr gute Feuchteregulation - Ein technischer Innenputz ist deshalb nicht notwendig, wenn der Anblick einer Holzwand den Nutzern gefällt. Das senkt auch erheblich die Ausbaukosten.
Infografik mit den 4 natürlichen Eigenschaften von Holzstämmen

Empfohlene Blockhäuser

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Wodurch zeichnet sich ein Blockhaus aus?

Das einfache Blockhaus findet man nur noch bei Gartenhäusern, Grill- oder Jagdhütten. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden aber gerade diese als "Blockhäuser" bezeichnet. Wohnblockhäuser hingegen, die nach den Vorschriften des Gebäudeenergiegesetzes gebaut werden, sind etwas ganz anderes. Schon allein aus Gründen der Wärmedämmung muss der Wandaufbau eines Wohnblockhauses über das Stapeln von rohen Baumstämmen hinausgehen.

Wohnblockhäuser werden ähnlich wie Fertighäuser in verschiedenen Montageformen vom Bausatzhaus über das Ausbauhaus bis hin zur schlüsselfertigen Vollmontage angeboten. Je nach handwerklichem Geschick und Zeit kann der Bauherr somit große Teile des Hausbaus selbst übernehmen und sich sein Blockhaus selber bauen.

Ein besonders beliebter Holzhaus-Typ ist das Chalet. Diese urigen Hütten im alpenländischen Baustil sind vor allem aus dem Bayrischen Raum, Alpengebieten sowie für die Schweiz und Österreich bekannt.

Modernes Blockhaus als Bungalow

Genau planen, bevor Sie Ihr Blockhaus bauen

Massive Holzbalken sind sowohl auf Druck, auf Zug und auf Biegung belastbar. Diese technischen Gestaltungsmöglichkeiten geben eine große Freiheit beim Gestalten von einem Blockhaus. Dennoch sollten Sie bei einem Blockhaus bereits vor dem Bau festlegen, wie Sie Ihr Hauskonzept realisiert sehen möchten. Denn ein nachträgliches Umbauen von einem Wohnblockhaus ist nicht ohne weiteres möglich. Aus diesem Grund ist es ganz besonders empfohlen, bevor Sie Ihre Blockhütte bauen, Kontakt mit dem Hersteller aufzunehmen und die exakte Gestaltung zu klären. Einmal gebaut, können nicht einfach Türen versetzt und neue Fenster geschnitten werden.

Welches Holz eignet sich für ein Wohnblockhaus?

Nicht alle Holzarten eignen sich für ein Blockhaus. Für Wände, Decken und Dächer werden fast ausschließlich Nadelhölzer verwendet. Lediglich die Schwellenkränze werden aus Gründen des Holzschutzes von einigen Firmen noch in Eiche hergestellt. Von den Nadelhölzern werden hauptsächlich Hölzer wie Fichte, Kiefer oder Lärche eingesetzt. Seit einigen Jahren findet aber auch Douglasie Verwendung.

Was kostet ein Blockhaus?

Die Preise für Blockhäuser sind mit denen von Fertighäusern vergleichbar. Wer ein Blockhaus kaufen will, sollte zwischen 70.000 und mehreren Hunderttausend Euro einplanen, je nachdem für welchen Blockhaus-Hersteller und für welche Ausbaustufe man sich entschiedet. Kleine Blockhäuser als Bausatzhaus können bereits für unter 100.000 Euro gekauft werden.

Beim Fertighaus und insbesondere beim Wohnblockhaus ist der Vorteil aber seine sehr schnelle Bauzeit. Dank vorgefertigter Steckmodule und einer professionellen Planung ist die Fertigstellung von einem Holzhaus in Blockbauweise meist innerhalb von wenigen Tagen erledigt. Mit dieser kurzen Bauzeit kann der Hausbauer viel Geld für Mieten sparen und schnell in seinen eignen vier Wänden wohnen. Auch das sollte bei der Kalkulation berücksichtigt werden.

Ausführliche Informationen zu Blockhaus Preisen

Wie gestaltet sich der Blockhausaufbau?

Ein Argument gegen das Blockhaus war lange Zeit seine Anfälligkeit für Brand und Zersetzung. Natürlich ist der nachwachsende Rohstoff Holz auch heute noch affin für Fäulnis, Termiten und Brände. Mit modernen, biologisch einwandfreien Mitteln kann diesen Gefahren aber problemlos begegnet werden. Nichtsdestotrotz erfordert ein Blockhaus in diesem Punkt etwas mehr Aufwand als mit mineralisch basierten Baustoffen errichteten Häusern. Eine jährliche Inspektion der Konstruktion gehört zum Bewohnen eines Blockbohlenhauses dazu.

Schon allein aus Gründen der Wärmedämmung muss der Wandaufbau eines Wohnblockhauses über das Stapeln von rohen Baumstämmen hinausgehen. Zunächst unterscheidet sich die Bauweise von Blockhäusern in der Wahl der Holzbalken.

Blockhaus beim Aufbau

Blockbohlen

War vor Jahrzehnten die Winddichtheit ein Problem, so ist dieses auch längst gelöst. Zwischen die liegenden Balken werden nämlich Dichtungsbänder eingebaut. Verbaut werden Rundstämme (Rundbohlen) oder Blockbohlen mit einer Holzfeuchtigkeit von unter 20 %, wodurch das natürliche Problem des Holzes, nämlich bei Feuchteabnahme zu schwinden und bei Feuchtezunahme zu quellen, minimiert wird. Zu Rissbildungen kann es bei diesen Hölzern aber immer noch kommen, was keine negativen Auswirkungen etwa auf die Wärmedämmung oder Winddichtigkeit hat, wohl aber den einen Bauherrn stören kann, den anderen aber nicht, weil Risse im Holz eben Zeichen für eine naturgesunde Bauweise sind. Zum Wohnen lässt man daher in der Regel ein Blockbohlenhaus bauen.

Lamellenbalken

Nun weiß man aus der Holzbautechnik, dass Balken aus Leimholz ganze Sport- und Stadthallen überspannen können. Deshalb verwenden manche Hersteller Blockbohlen aus Leimhölzern. Die können aus bis zu sechs Brettschichten bestehen, die miteinander verleimt sind. In diesem Fall sprechen die Hersteller von Lamellenbohlen, Lamellenblockbohlen, Lamellenbalken oder Lamellenblockbalken. Jedenfalls weisen diese Bohlen oder Balken eine geringere Neigung zum Verdrehen und Schrumpfen auf. Sie besitzen eine Holzfeuchtigkeit von unter 10 % und das Setzungsmaß, das beim Einbau von Fenstern und Türen eine Rolle spielt, ist nicht so groß wie bei Vollholzbalken. Leimholz im Wohnblockhausbau ist wegen der notwendigen industriellen Verarbeitung im Übrigen keineswegs preiswerter, als Bohlen aus Vollholz.

Blockhaus Wandaufbau: Einschalige Bauweise vs. Zweischalige Bauweise

Wie bei jedem anderen Fertig- oder Massivhaus muss beim Bau eines Blockhauses auf die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (kurz: GEG) geachtet werden. Das größte Augenmerk wird hierbei auf den Wandaufbau gelegt. Grundsätzlich haben Bauherren die Wahl zwischen einem einschaligen und zweischaligen (mehrschaligen) Wandaufbau sowie Rundhölzer und rechteckige Blockbalken. Doch worin unterscheiden sich die Bauweisen und wo liegen deren Vor- und Nachteile?

Ob liegende Rundstämme oder Bohlen – die daraus zusammengesetzten Wände tragen das gesamte Haus und benötigen daher aus statischen Gründen einen Mindestquerschnitt. Der kann bei 9 oder 12 cm liegen. Bei größeren Häusern werden jedoch zusätzlich aussteifende Bauteile benötigt. In der Regel liegen die Wandstärken bei Blockbohlen um die 20 cm, bei runden Profilen um die 23 cm, bei Naturstammhäusern sogar bei 28 bis 45 cm. Alle diese drei Varianten sind sturmerprobt und die Dächer tragen auch 1 m dicke Schneelasten.

Typisch für ein Blockhaus: Die Eckverkämmung

Ein typisches Kennzeichen eines Blockhauses ist die Eckverkämmung, die eine erhebliche statische Bedeutung hat und das Wohnblockhaus sozusagen bombenfest macht. Eckverkämmungen sind jene Stellen, wo die Block- oder Rundbohlen an den Haus- bzw. Zimmerecken gegeneinanderstoßen. Erfolgte früher die Eckverbindung durch ganz gewöhnliche Wechsellage oder Verblattung der Bohlen wie bei zwei Kämmen, die ineinander gesteckt werden, so haben sich die Verkämmungen inzwischen verfeinert, basieren aber alle auf überlieferten Techniken. Insbesondere mit der Sattelecke und die daraus abgeleitete Chalet-Verkämmung lassen sich robuste Blockhäuser bauen.

Die heute übliche Sattelecke wird bei Rundblockbohlen und Naturstämmen ausgeführt, indem die untere Hälfte ausgefräst oder ausgesägt und mit dem Versatz von einer halben Balkenlage auf die Querbohle „gesattelt“ wird. Bei der Chaletverbindung wird jeweils ein Viertel des Holzes von der Unter- und der Oberseite der Vierkantbohle abgefräst oder gesägt. Das hervorstehende Mittelstück wird dann in die Querbohle eingelassen. Verschiedene Hersteller haben sich Verfahren patentieren lassen, bei denen die Ausfräsung an allen vier Seiten der Bohle erfolgt.

Ausbaustufen für Blockhäuser: Blockhaus selber bauen oder bauen lassen?

Ein kleines Blockhaus für den Garten kann jedermann in Eigenregie bauen. Ein größeres Einfamilienhaus in Blockbauweise zu bauen, sollte aber Fachmännern überlassen werden. Zwar ist auch ein Heim aus Vollholzstämmen in letzter Konsequenz ein Fertigteilhaus, die Einzelteile bei einem Fertighaus in Blockstammbauweise sind aber besonders komplex. Jedes Bauteil hat in der Regel seinen exakten Platz. Fehler können meistens nicht mehr oder nur noch mit dem sehr aufwändigen Rückbau des Moduls wieder behoben werden. Frustration, die bis zum Bauabbruch führen kann, ist bei unerfahrenen Hausbauern geradezu vorprogrammiert, wenn sie eine Blockhütte bauen.

Hinzu kommt die technische Nachbereitung des Werkstoffs: Wetterfeste Isolierung außen, winddichter Abschluss in den Ecken und korrekte Nachbehandlung im Innenbereich sind Themen, für die ein großes Fachwissen erforderlich ist. Auch wenn günstige Preise von Bausatzblockhäusern locken mögen, ohne Ausbildung und Sachverstand ist der Selbstversuch ein großes Risiko. Dabei muss aber nicht unbedingt das Haus vom Hersteller aufgestellt werden. Ein zuverlässiger, erfahrener und leistungsstarker Partner vor Ort kann diese Aufgabe durchaus auch übernehmen.

Welche Leistungen und Materialien sind in den einzelnen Ausbaustufen enthalten?

Blockhaus selber bauen: ja oder nein?

Selbst zusammenbauen kann man ein Blockhaus nur, wenn es industriell gefertigt wurde. Auch wenn Bauherren in der Planung des Hauses involviert sind, werden handwerklich gefertigte Blockhäuser vom Hersteller aufgestellt, da nur sie das Haus aufstellen können. Ein Haus in Eigenleistung aufzubauen, erfordert handwerkliches Geschick und Zeit. Mangelt es an beidem, empfiehlt es sich, einen Anbieter zu wählen, der Blockhäuser bauen kann und diese schlüsselfertig anbietet.
Überblick zu Bauweisen für Holzhäuser

Wer sein Holzhaus trotz mangelnder Fachkenntnisse lieber selbst aufbauen, aber nicht auf den einzigartigen Baustoff Holz verzichten will, für den bietet sich ein Holzhaus in einer anderen Bauweise an.

Empfohlene Baufirmen die Blockhäuser bauen

Fazit: Nicht zwingend modern aber zeitlos

Ein Holzlockhaus bauen kaum Trendsetter und Innovationsverrückte sondern Liebhaber der traditionellen Bauweise. Es bietet urwüchsigen Charme, Tradition und Geschichte. Das macht ein Blockbohlenhaus nicht topmodern, dafür aber zeitlos, gemütlich und heimelig. In letzter Konsequenz ist es genau das, wonach sich jeder Hausbesitzer sehnt. Wer also mehr sucht, als praktische vier Wände mit hohem Kosten/Nutzungsindex, dem bieten Holzhäuser das gewisse Extra für ein langes und glückliches Wohnen. Ob kleines Blockhaus oder zweigeschossiges Chalet in Blockbauweise, die Blockhausanbieter können jeden Wohntraum erfüllen.

Überblick
  • Besonders ökologisch und nachhaltig
  • Stabile Statik aber komplizierter Aufbau
  • Für Komplettaufbau in Eigenleistung eher ungeeignet
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