Blockhäuser

Hier finden Sie alle Informationen zu Blockhäusern sowie eine große Auswahl an Anbietern, die Ihr Traumhaus bauen werden.

Das Blockbohlenhaus oder auch Wohnblockhaus genannt ist einer der traditionellsten Haustypen, welche die Menschheit kennt. Lange, bevor man Sägen entwickelt hat, waren die roh aufeinander gestapelten Holzstämme die übliche Bauweise für Häuser.

Dass solch "einfache" Bauten aus übereinandergestapelten Baumstämmen eine lange Lebensdauer haben können, davon zeugen die zahlreichen Beispiele der über 800 Jahre alten Holzhäuser in den Gebirgsländern und der berühmten Stabkirchen in Norwegen.

Nichtsdestotrotz hat sich das klassische Blockhaus zum Wohnblockhaus weiterentwickelt. Die Blockhäuser von heute haben sich diesen urwüchsigen Charme bewahrt, überzeugen aber auch durch zahlreiche, handfeste Vorteile, wodurch ein Blockhaus zu bauen, nie aus der Mode kommt. Interessant ist, dass ein Blockhaus zwar grundsätzlich ein Holzhaus ist, der deutschsprachige Bauherr aber unter Holzhäusern ganz etwas anderes versteht, als unter Wohnblockhäusern.

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Wodurch zeichnet sich ein Blockhaus aus?

Das einfache Blockhaus findet man nur noch bei Gartenhäusern, Grill- oder Jagdhütten. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden aber gerade diese als "Blockhäuser" bezeichnet. Wohnblockhäuser hingegen, die nach den Vorschriften der Energieeinsparverordnung gebaut werden, sind etwas ganz anderes. Schon allein aus Gründen der Wärmedämmung muss der Wandaufbau eines Wohnblockhauses über das Stapeln von rohen Baumstämmen hinausgehen.

Wohnblockhäuser werden ähnlich wie Fertighäuser in verschiedenen Montageformen vom Bausatzhaus über das Ausbauhaus bis hin zur Vollmontage angeboten. Je nach handwerklichem Geschick und Zeit kann der Bauherr somit große Teile des Hausbaus selbst übernehmen.

Ein besonders beliebter Haustyp für diese Bauweise ist das Chalet. Diese urigen Hütten im alpenländischen Baustil sind vor allem aus dem Bayrischen Raum , Alpengebieten sowie für die Schweiz und Österreich bekannt.

Modernes Blockhaus als Bungalow

Vollholzstämme - ein vielseitiger und vorteilhafter Baustoff

Der entscheidende Vorteil von Vollholzstämmen als Baumaterial ist, dass sie als einziger Werkstoff die folgenden vier Anforderungen an einen Baustoff erfüllen:

1.) Leisten einen guten Schallschutz - Massivholzhäuser isolieren von Natur aus hervorragend gegen Luftschall, wodurch auch hier zusätzliche Dämmungen meist überflüssig sind.

2.) Statisch sehr belastbar - Trotz der wuchtigen Erscheinungsform kann eine Wand aus aufgestapelten Holzbalken besonders dünn ausgelegt werden.

3.) Bietet einen guten Wärmeschutz - Während KSV, Beton oder Ziegelwände noch aufwändig mit einem Wärmedämm-Verbundsystem ausgestattet werden müssen, kommen Holzwände aus Stämmen meistens ohne zusätzlichen Wärmeschutz aus.

Eigenschaften von Vollholzstämmen

4.) Gewährleistet eine sehr gute Feuchteregulation - Ein technischer Innenputz ist deshalb nicht notwendig, wenn der Anblick einer Holzwand den Nutzern gefällt. Das senkt auch erheblich die Ausbaukosten.

Hausaufbau vollständig und genau planen
Massive Holzbalken sind sowohl auf Druck, auf Zug und auf Biegung belastbar. Diese technischen Gestaltungsmöglichkeiten geben eine große Freiheit beim Gestalten von einem Blockhaus. Dennoch sollten Sie bei einem Blockhaus bereits vor dem Bau festlegen, wie Sie Ihr Hauskonzept realisiert sehen möchten. Denn ein nachträgliches Umbauen von einem Wohnblockhaus ist nicht ohne weiteres möglich. Aus diesem Grund ist es bei einem Blockhaus ganz besonders empfohlen, die exakte Gestaltung vorab mit dem Hersteller zu klären. Einmal gebaut, können nicht einfach Türen versetzt und neue Fenster geschnitten werden.

Welches Holz eignet sich für ein Wohnblockhaus?

Nicht alle Holzarten eignen sich für den Blockbau. Für Wände, Decken und Dächer werden fast ausschließlich Nadelhölzer verwendet. Lediglich die Schwellenkränze werden aus Gründen des Holzschutzes von einigen Firmen noch in Eiche hergestellt. Von den Nadelhölzern werden hauptsächlich Hölzer wie Fichte, Kiefer oder Lärche eingesetzt. Seit einigen Jahren findet aber auch Douglasie Verwendung.

Was kostet ein Blockhaus?

Die Preise für Blockhäuser sind mit denen von Fertighäusern vergleichbar. Wer ein Blockhaus kaufen will, sollte zwischen 70.000 und mehreren Hunderttausend Euro einplanen, je nachdem für welchen Blockhaus-Hersteller man sich entschiedet. Beim Fertighaus und insbesondere beim Wohnblockhaus ist der Vorteil aber seine sehr schnelle Bauzeit.

Aus vorgefertigten Steckmodulen gefertigt, ist die Fertigstellung eines Holzhauses in Blockbauweise meist innerhalb von wenigen Tagen erledigt. Mit dieser kurzen Bauzeit kann der Hausbauer viel Geld für Mieten sparen. Auch das sollte bei der Kalkulation berücksichtigt werden.

Wie gestaltet sich der Blockhausaufbau?

Ein Argument gegen das Blockhaus war lange Zeit seine Anfälligkeit für Brand und Zersetzung. Natürlich ist der nachwachsende Rohstoff Holz auch heute noch affin für Fäulnis, Termiten und Brände. Mit modernen, biologisch einwandfreien Mitteln kann diesen Gefahren aber problemlos begegnet werden. Nichtsdestotrotz erfordert ein Blockhaus in diesem Punkt etwas mehr Aufwand als mit mineralisch basierten Baustoffen errichteten Häusern. Eine jährliche Inspektion der Konstruktion gehört zum Bewohnen eines Blockbohlenhauses dazu.

Schon allein aus Gründen der Wärmedämmung muss der Wandaufbau eines Wohnblockhauses über das Stapeln von rohen Baumstämmen hinausgehen. Zunächst unterscheidet sich die Bauweise von Blockhäusern in der Wahl der Holzbalken.

Blockhaus beim Aufbau

Blockbohlen

War vor Jahrzehnten die Winddichtheit ein Problem, so ist dieses auch längst gelöst. Zwischen die liegenden Balken werden nämlich Dichtungsbänder eingebaut. Verbaut werden Rundstämme (Rundbohlen) oder Blockbohlen mit einer Holzfeuchtigkeit von unter 20 %, wodurch das natürliche Problem des Holzes, nämlich bei Feuchteabnahme zu schwinden und bei Feuchtezunahme zu quellen, minimiert wird. Zu Rissbildungen kann es bei diesen Hölzern aber immer noch kommen, was keine negativen Auswirkungen etwa auf die Wärmedämmung oder Winddichtigkeit hat, wohl aber den einen Bauherrn stören kann, den anderen aber nicht, weil Risse im Holz eben Zeichen für eine naturgesunde Bauweise sind.

Lamellenbalken

Nun weiß man aus der Holzbautechnik, dass Balken aus Leimholz ganze Sport- und Stadthallen überspannen können. Deshalb verwenden manche Hersteller Blockbohlen aus Leimhölzern. Die können aus bis zu sechs Brettschichten bestehen, die miteinander verleimt sind. In diesem Fall sprechen die Hersteller von Lamellenbohlen, Lamellenblockbohlen, Lamellenbalken oder Lamellenblockbalken. Jedenfalls weisen diese Bohlen oder Balken eine geringere Neigung zum Verdrehen und Schrumpfen auf. Sie besitzen eine Holzfeuchtigkeit von unter 10 % und das Setzungsmaß, das beim Einbau von Fenstern und Türen eine Rolle spielt, ist nicht so groß wie bei Vollholzbalken. Leimholz im Wohnblockhausbau ist wegen der notwendigen industriellen Verarbeitung im Übrigen keineswegs preiswerter, als Bohlen aus Vollholz.

Blockhaus Wandaufbau: Einschalige Bauweise vs. Zweischalige Bauweise

Wie bei jedem anderen Fertig- oder Massivhaus muss beim Bau eines Blockhauses auf die Anforderungen der Energieeinsparverordnung geachtet werden. Das größte Augenmerk wird hierbei auf den Wandaufbau gelegt. Grundsätzlich haben Bauherren die Wahl zwischen einem einschaligen und zweischaligen (mehrschaligen) Wandaufbau sowie Rundhölzer und rechteckige Blockbalken. Doch worin unterscheiden sich die Bauweisen und wo liegen deren Vor- und Nachteile?

Ob liegende Rundstämme oder Bohlen – die daraus zusammengesetzten Wände tragen das gesamte Haus und benötigen daher aus statischen Gründen einen Mindestquerschnitt. Der kann bei 9 oder 12 cm liegen. Bei größeren Häusern werden jedoch zusätzlich aussteifende Bauteile benötigt. In der Regel liegen die Wandstärken bei Blockbohlen um die 20 cm, bei runden Profilen um die 23 cm, bei Naturstammhäusern sogar bei 28 bis 45 cm. Alle diese drei Varianten sind sturmerprobt und die Dächer tragen auch 1 m dicke Schneelasten.

Typisch für ein Blockhaus: Die Eckverkämmung

Ein typisches Kennzeichen eines Blockhauses ist die Eckverkämmung, die eine erhebliche statische Bedeutung hat und das Wohnblockhaus sozusagen bombenfest macht. Eckverkämmungen sind jene Stellen, wo die Block- oder Rundbohlen an den Haus- bzw. Zimmerecken gegeneinanderstoßen. Erfolgte früher die Eckverbindung durch ganz gewöhnliche Wechsellage oder Verblattung der Bohlen wie bei zwei Kämmen, die ineinander gesteckt werden, so haben sich die Verkämmungen inzwischen verfeinert, basieren aber alle auf überlieferten Techniken, insbesondere die Sattelecke und die daraus abgeleitete Chalet-Verkämmung.

Die heute übliche Sattelecke wird bei Rundblockbohlen und Naturstämmen ausgeführt, indem die untere Hälfte ausgefräst oder ausgesägt und mit dem Versatz von einer halben Balkenlage auf die Querbohle „gesattelt“ wird. Bei der Chaletverbindung wird jeweils ein Viertel des Holzes von der Unter- und der Oberseite der Vierkantbohle abgefräst oder gesägt. Das hervorstehende Mittelstück wird dann in die Querbohle eingelassen. Verschiedene Hersteller haben sich Verfahren patentieren lassen, bei denen die Ausfräsung an allen vier Seiten der Bohle erfolgt.

Ausbaustufen für Blockhäuser: Ein Blockhaus zu bauen ist kompliziert

Eine kleine Blockhütte für den Garten kann jedermann in Eigenregie aufstellen. Ein Einfamilienhaus in Blockbauweise zu bauen, sollte aber Fachmännern überlassen werden. Zwar ist auch ein Heim aus Vollholzstämmen in letzter Konsequenz ein Fertigteilhaus, die Einzelteile bei einem Fertighaus in Blockstammbauweise sind aber besonders komplex. Jedes Bauteil hat in der Regel seinen exakten Platz. Fehler können meistens nicht mehr oder nur noch mit dem sehr aufwändigen Rückbau des Moduls wieder behoben werden. Frustration, die bis zum Bauabbruch führen können, ist bei unerfahrenen Hausbauern bei einem Blockhaus geradezu vorprogrammiert.

Hinzu kommt die technische Nachbereitung des Werkstoffs: Wetterfeste Isolierung außen, winddichter Abschluss in den Ecken und korrekte Nachbehandlung im Innenbereich sind Themen, für die ein großes Fachwissen erforderlich ist. Auch wenn günstige Preise von Bausatzblockhäusern locken mögen, ohne Ausbildung und Sachverstand ist der Selbstversuch ein großes Risiko. Dabei muss aber nicht unbedingt das Haus vom Hersteller aufgestellt werden. Ein zuverlässiger, erfahrener und leistungsstarker Partner vor Ort kann diese Aufgabe durchaus auch übernehmen.

Wer sein Haus trotz mangelnder Fachkenntnisse lieber selbst aufbauen, aber nicht auf den einzigartigen Baustoff Holz verzichten will, für den bietet sich ein Holzhaus in Fertigbauweise an. Einen Überblick zu Holzhäusern samt Erklärungen und Preisen gibt es hier.

Welche Leistungen und Materialien sind in den einzelnen Ausbaustufen enthalten?

Nur erfahrene Bauherren sollten sich an ein Blockhausbausatz wagen
Selbst zusammenbauen kann man ein Blockhaus allerdings nur, wenn es industriell gefertigt wurde. Handwerklich gefertigte Blockhäuser hingegen werden vom Hersteller aufgestellt, da nur sie das Haus aufstellen können. Ein Haus in Eigenleistung aufzubauen, erfordert handwerkliches Geschick und Zeit.

Empfohlene Baufirmen die Blockhäuser bauen

Fazit: Nicht zwingend modern aber zeitlos

Das Blockhaus ist nichts für Trendsetter und Innovationsverrückte. Es bietet urwüchsigen Charme, Tradition und Geschichte. Das macht ein Blockbohlenhaus niemals topmodern, dafür aber immer zeitlos, gemütlich und heimelig. In letzter Konsequenz ist es genau das, wonach sich jeder Hausbesitzer sehnt. Wer also mehr sucht, als praktische vier Wände mit hohem Kosten/Nutzungsindex, der kann mit einem solchen Holzhaus das gewisse Extra für ein langes und glückliches Wohnerlebnis erhalten.

Überblick
  • Besonders ökologisch und nachhaltig
  • Stabile Statik aber komplizierter Aufbau
  • Für Komplettaufbau in Eigenleistung eher ungeeignet

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